Zentral-Gottesdienste per YouTube oder Telefon

20.03.2020

Zürich. Wenn der Gläubige nicht zum Gottesdienst kommen kann, dann kommt der Gottesdienst zum Gläubigen – so organisieren die neuapostolischen Landeskirchen in Deutschland derzeit die seelsorgerische Versorgung ihrer Mitglieder.

Vorerst bis Anfang April hat die Neuapostolische Kirche die Gottesdienste und andere kirchliche Veranstaltungen in allen europäischen Gemeinden abgesagt. Gleiches gilt mittlerweile auch für die meisten außereuropäischen Landeskirchen. Das gehört zu einem umfangreichen Maßnahmenkatalog, der dazu beitragen soll, die Zahl sozialer Kontakte zu reduzieren und so die Ausbreitung der Corona-Pandemie abzubremsen. 

Dennoch ist es der Kirchenleitung ein großes Anliegen, in diesen ungewissen Zeiten den Mitgliedern weiterhin geistliche Begleitung anzubieten. Deshalb finden am 22. und 29. März 2020 Gottesdienste ohne Gemeinde statt. Stattdessen können die Gläubigen diese Zentralgottesdienste zu Hause online oder per Telefon mitfeiern.

Um alle Interessierten auf möglichst einfache Weise zu erreichen, gibt es frei zugängliche Live-Streams über YouTube. Die Links für die einzelnen Gebietskirchen lauten:

 

NAK Berlin-Brandenburg

https://www.youtube.com/c/NeuapostolischeKircheBerlinBrandenburg

NAK Nord- und Ostdeutschland

https://www.youtube.com/c/NeuapostolischeKircheNordundOstdeutschland

NAK Süddeutschland

https://www.youtube.com/c/NAKSueddeutschland

NAK Westdeutschland

http://www.youtube.com/c/NeuapostolischeKircheWestdeutschland

 

Die Gottesdienste beginnen jeweils um 10 Uhr und entsprechen größtenteils dem normalen Ablauf. Lediglich die gemeinsame Feier des Heiligen Abendmahls muss entfallen. Nach diesem Muster hat bereits am 15. März 2020 ein Gottesdienst stattgefunden, der kurzfristig über Nacht organisiert wurde. Die Sendung zählte über Telefon und Internet mehr als 50.000 Teilnehmer.

Die Neuapostolische Kirche ist traditionell gut aufgestellt bei der Sendung großer Zentralgottesdienste via Satellit in bestimmte Empfangsgemeinden. Die aktuelle Notwendigkeit dezentraler Strukturen hat die Kirchenverwaltungen vor neue Herausforderungen gestellt, die auch durch den Einsatz ehrenamtlicher Helfer binnen weniger Tage gemeistert wurden.