Heftige Regenfälle setzen philippinische Hauptstadt Manila unter Wasser

23.08.2013

Eine Stadt steht unter Wasser

Die Menschen passen sich an (Fotos: afp)

Fleischverkauf in Colonia

Eine Aktion der Jugend (Fotos: INA Sud América)

Zürich. Andere Länder – andere Sitten. Wie kommen die Menschen in den unterschiedlichen Teilen der Welt mit ihrem Leben zurecht? Hier zwei Beispiele: In den Philippinen gab es heftige Regenfälle mit Überschwemmungen, die philippinische Hauptstadt stand tagelang unter Wasser. Nach Medienberichten sind 83.000 Menschen von den Überschwemmungen betroffen. In La Caballada, einem Freizeitgelände der Neuapostolischen Kirche in Colonia (Uruguay) verkauft die Kirche jedes Jahr zu niedrigen Preisen Fleisch an die umliegende Bevölkerung.

„Die Medienbilder wiederholen sich zwar ständig und stellen äußerlich die Situation richtig dar, können aber kaum einen tieferen Einblick in die Wirklichkeit geben“, so der für die Neuapostolische Kirche im südostasiatischen Raum zuständige Bezirksapostel Urs Hebeisen. Seine Erfahrung nach den schweren Monsunregenfällen sei: „Auch wenn die äußere Situation für viele Menschen schlimm ist, gibt es doch keinen Fatalismus, kein Aufgeben. Die Menschen passen sich an die Natur an, sie finden sich mit den Gegebenheiten ab, ja sie leben damit. Ich habe mit ihnen im Wasser gestanden, nicht ein Wort der Klage oder des Jammerns“, berichtet der Kirchenleiter. Er sei Augenzeuge davon, dass sich Menschen geputzt, gewaschen und aufgeräumt haben und jedes Mal wieder überflutet wurden. Und das drei Mal.

80 Prozent Überflutung

Metro Manila, also der große Einzugsbereich um die philippinische Hauptstadt herum, habe nach den heftigen Regenfällen mit Überflutungen und Erdrutschen drei Tage lang still gestanden. 80 % der Stadt waren unter Wasser, viele Hauptstraßen nicht mehr passierbar. Einen Taifun habe es Gott sei Dank nicht gegeben. „Mittlerweile hat sich die Lage beruhigt. Die allgemeinen Aktivitäten der Großstadt sind wieder im vollen Gange“, sagt Bezirksapostel Hebeisen. Er versichert dem Stammapostel in einem Lagebericht, dass die Hilfsorganisation NACSEARelief der Neuapostolischen Kirche Südostasien die Situation beobachtet und nach wie vor in Bereitschaft stehe. Etwas nördlich von Manila seien 12 Familien in Not geortet worden und sogleich ein Versorgungsteam ausgerückt. Dort sind auch einige Kirchengebäude in Mitleidenschaft gezogen worden.

Fleischverkauf in La Caballada

Vom anderen Ende der Welt, aus Colonia/Uruguay, schreibt Bezirksapostel Norberto Passuni. Dort hat die örtliche Kirchenleitung auf dem Freizeitgelände La Caballada über 2.000 Kilogramm Fleisch an die umliegende Bevölkerung verkauft. „Seit einigen Jahren machen die Gemeinden in Colonia am 1. Mai ein großes ‚Asado‘ (gegrilltes Fleisch) auf unserem Freizeitzentrum La Caballada und sie verkaufen es an die Bevölkerung. Dieses Jahr wurde ein Rekord erreicht, fast die ganze Stadt kam und kaufte. Die Besucher kamen respektvoll und hoben die Ordnung, Herzlichkeit und Begeisterung unserer Jugendlichen hervor.“ Das eingenommene Geld soll in die kirchliche Jugendarbeit fließen.