BAVE: Entscheidung über Kirchentag verschoben

21.11.2011

Gespräche auf dem Flur...

...während der Konferenzpause (Fotos: NAKI)

Zürich. Die letzte Bezirksapostelversammlung Europa (BAVE) in diesem Jahr 2011 ist zu Ende gegangen. Einige Themen wurden für die kommende internationale Bezirksapostelversammlung im Frühjahr nächsten Jahres vorbereitet und mit neuen Impulsen versehen. Am Anfang der Konferenz stand eine Aussprache über die Arbeit der Neuapostolischen Kirche in den kleineren Gebietskirchen in Europa.

„Generelle Rahmenbedingungen, die für jedes Land gleich sind, werden wir nicht finden“, sagte Stammapostel Wilhelm Leber, zu unterschiedlich seien die kulturellen und sprachlichen Gegebenheiten. Jede Gebietskirche müsse sich weiterhin individuell aufstellen, so das Fazit. In den Ländern des Balkans beispielsweise sind die Gemeinden klein und stagnieren seit Jahren. Im Sommer sind sie mit Touristen gut gefüllt, in der Wintersaison eher klein. Der Stammapostel und die Bezirksapostel setzten aber auch neue Impulse. Sie wünschen sich für manche Regionen eine missionarische Belebung. Es ist ihnen ein wichtiges Anliegen, vorhandene Gemeinden zu stärken, neue Schwerpunktgemeinden aufzurichten und die vor Ort tätigen Amtsträger zu unterstützen.

Kirchentag: noch keine Entscheidung

Über den zunächst für 2013 geplanten Kirchentag ist noch nicht letztlich entschieden worden. Die Bezirksapostel gehen in eine weitere Besprechungsrunde. Die erarbeiteten Konzepte sind unterschiedlich. Sie reichen von einem gesamtdeutschen Kirchentag, regionalen Kirchentagen der einzelnen Gebietskirchen – Süddeutschland hatte ursprünglich einen Kirchentag für 2013 in Erwägung gezogen – bis hin zu einer Kombination aus Kirchentag und Jugendtag. Entschieden wurde nun lediglich, dass 2013 kein nationaler Kirchentag stattfinden soll, denn 2013 ist das Jubiläumsjahr der Neuapostolischen Kirche, in dem etliche Veranstaltungen dezentral gefeiert werden sollen.

Verlobungssegen erörtern

Die Neuapostolische Kirche spendet auf Anfrage auch den Verlobungssegen. Er wird in den Gemeinden in Europa nicht mehr stark nachgefragt, vor allem aber in Asien, Afrika und Nordamerika gibt es traditionell hohe Verlobungszahlen. Dort wird die Verlobung als Familienfest groß gefeiert. Die Bedingungen, die inhaltlich einem Verlobungssegen vorausgehen, sollen in der kommenden internationalen Bezirksapostelversammlung erörtert werden.

Webgottesdienste in besonderen Fällen

Seit vielen Jahrzehnten schon strahlt die Neuapostolische Kirche Gottesdienste des Stammapostels mithilfe der Satellitentechnik aus. Die Infrastruktur in vielen Regionen dieser Welt ist ausgefeilt und entspricht moderner Technik. Dennoch gibt es auch vereinzelt Gottesdienstübertragungen per Internet. Webbasierte Sendungen sind dort möglich, wo chronisch erkrankte Gemeindemitglieder den Gottesdienst nicht selbst besuchen können oder wo arbeitsbedingt Kirchgänger für längere Zeit im Ausland leben.

Fachberatersystem im Schulungsbereich

Wie schulen wir unsere Amtsträger? Diese Frage steht häufig im Raum, wenn neue Erkenntnisse vorgetragen werden sollen. Die Arbeitsgruppe „Unterweisung für Amtsträger“ gab einen ausführlichen Einblick in die Welt des Lernens. Die modernen Techniken bieten viele neue gute Wege, um zu vermittelndes Wissen an den Mann zu bringen: von dem gewohnten Präsentieren vor einer größeren Gemeinschaft bis hin zum webbasierten E-Learning für den Einzelanwender sind viele Lösungen denkbar. Die Bezirksapostel sahen sich einzelne Beispiele an und gaben den Mitarbeitern in der Arbeitsgruppe den Startschuss für ein gesamtkirchliches Fachberatersystem, das die verschiedenen Methoden mit einzelnen Themen verbindet.

Kategorie: Europa, Deutschland, Schweiz, Frankreich