Europäische Bezirksapostel beraten Strategien zur Stärkung der Gemeinden

12.05.2011

Die europäischen Bezirksapostel beraten...

... zu unterschiedlichen Themen der Gemeindeentwicklung (Fotos: NAKI)

Zürich. Zweimal im Jahr kommen die europäischen Bezirksapostel zu einer Sitzung zusammen, vor allem um sich gegenseitig zu informieren und ihre Arbeit zu koordinieren. In ihrer jetzigen Konferenz ging es sehr detailliert um Strategien, wie die neuapostolischen Gemeinden  in Europa gestärkt werden können. So berichtete Bezirksapostel Armin Brinkmann über seine Erfahrungen in der Gebietskirche Nordrhein-Westfalen.

Die Mitgliederzahlen im Zentraleuropa gehen zurück – diese Entwicklung ist eine längerfristige Tendenz. Es bleibt den regionalen Kirchenleitungen in begründeten Einzelfällen keine andere Wahl als Gemeindestandorte zu schließen. Um Irritationen und Ärger zu vermeiden, berieten die Bezirksapostel, wie mit solchen Zukunftsfragen umzugehen sei. Wichtig sei, so Bezirksapostel Brinkmann, das Thema von emotionalen Inhalten weitgehend freizuhalten und stattdessen objektive, nachprüfbare Standards zu entwickeln. Seine Gebietskirche in Nordrhein-Westfalen habe eine entsprechende Verfahrensrichtlinie entwickelt.

Objektive Standards

Er führte aus, dass im letzten Jahr 29 Gemeinden zusammengelegt worden seien; 38 weitere Gemeindezusammenlegungen seien bis Ende 2013 geplant. Mittelfristiges Ziel sei es zudem, mehr Verantwortung in die Bezirke und Gemeinden zu delegieren. Interessiert informierten sich die Bezirksapostel über die in Nordrhein-Westfalen bereits begonnene Einführung von Gemeindegremien  (siehe auch den ausführlichen Bericht auf der Webseite der Neuapostolischen Kirche Nordrhein-Westfalen).

„nacworld“ ist erfolgreich

Auch über das kircheneigene soziale Netzwerk „nacworld“ ließen sich die Bezirksapostel unterrichten. Allein in den vergangenen 12 Monaten meldeten sich 13.500 neue Mitglieder an und wurden 1.156 Gruppen gegründet. Heute ist „nacworld“ in sieben Sprachen verfügbar und erreicht 28.000 Mitglieder in über 140 Ländern. Täglich werden 3.000 Nachrichten geschrieben. Die Bezirksapostel gaben grünes Licht für einen weiteren Ausbau des Onlineportals. So sollen in den nächsten Monaten eine mobile Version entstehen und ein Marktplatz mit Job- und Singlebörse in das bestehende Angebot integriert werden. Auch die Machbarkeit einer Online-Seelsorge soll geprüft werden.

Gottesdienste in Zürich und Umgebung

Am Mittwochabend nach Ende der Sitzung gingen die Bezirksapostel in vier Gemeinden im Umland, um Gottesdienste zu halten. Stammapostel Wilhelm Leber besuchte die Gemeinde Zürich-Wiedikon.

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