Ein neuer Seelenhirte in Kongo-West

06.08.2010

Der neu ordinierte Bezirksapostel Michael Deppner (Foto: NAKI)

Kinshasa/Zürich. Drei Gottesdienste hielt Stammapostel Wilhelm Leber, der internationale Leiter der Neuapostolischen Kirche, am letzten Wochenende in der Demokratischen Republik Kongo. Am Sonntag gründete er eine neue afrikanische Gebietskirche und ordinierte einen Bezirksapostel für den bisher von der Gebietskirche Kanada betreuten Bereich des afrikanischen Landes: Michael Deppner (49) übernimmt nun die Verantwortung.

Stammapostel Leber zeigte sich erfreut über die schöne Entwicklung der Kirche im Land. Dem neuen Bezirksapostel Deppner wünschte er viel Weisheit und eine glückliche Hand, um den Gemeinden als guter Seelenhirte vorangehen zu können. Dem bisherigen Bezirksapostel Leslie Latorcai aus Kanada und seinen vielen Helfern dankte er für ihr großes Engagement in den letzten Jahren. Sie hätten den Grund für gute Strukturen gelegt, sodass die neue Gebietskirche Kongo-West entstehen und in die Eigenständigkeit überführt werden konnte.

Zwei weitere Apostel und drei Bischöfe wurden ordiniert: Betonga Matthieu Boteku (42) und Kantu Christophe Kabongo (43) empfingen das Apostelamt. Zu Bischöfen ordiniert wurden Kalonji Isodor Kayembe (59), Shalumana Fortunat Nganga (46) und Luaba Francois Tshimanga (49). Den neu ordinierten Amtsträgern, die alle in der kongolesischen Hauptstadt Kinshasa wohnen, wünschte der Stammapostel reichen Segen.

Neben dem Sonntagsgottesdienst in Kinshasa, der landesweit per Satellit und Radio übertragen wurde, standen noch weitere Gottesdienste auf dem Programm: ein Kindergottesdienst am Freitag, 30.07.2010 in Kinshasa, an dem rund 3.400 Kinder mit Betreuern teilnahmen und ein Gottesdienst in der Stadt Matadi am Montag, 02.08.2010. Dort versammelten sich über 8.000 Besucher.

Am Sonntag in Kinshasa predigte Stammapostel Leber mit dem Wort aus dem Johannesevangelium 10, 14: „Ich bin der gute Hirte und kenne die Meinen und die Meinen kennen mich.“ Dieses „Kennen“ sei nicht zu verstehen als eine flüchtige Beziehung, sondern deutet auf eine ganz tiefe innere Verbundenheit hin, hob der Kirchenleiter hervor. „Wir lernen den Herrn kennen in den Gottesdiensten, in unseren Gebeten, in seinen Boten, in der Gemeinschaft mit Brüdern und Schwestern und in dem, was uns begegnet“.

Kategorie: Afrika, NAKI News