»Ich strebe eine Art versöhnte Partnerschaft an«

30.09.2008

Am Ende des Gottesdienstes verlas Stammapostel Wilhelm Leber einige Punkte zur Information (Foto: NAK NRW)

Zürich/Herne. Am letzten Sonntag, 28.09.2008, versammelte Stammapostel Wilhelm Leber die europäischen Amtsträger der Neuapostolischen Kirche mit ihren Frauen zum Gottesdienst. Aus der Kirche in Herne-Wanne-Eickel (Nordrhein-Westfalen) ging das Satellitensignal in über 550 Gemeinden in ganz Europa (wir berichteten). Am Schluss des Gottesdienstes verlas der internationale Kirchenleiter sechs Punkte, die ihm besonders wichtig sind.

„Wir bleiben apostolisch, d.h. eine Kirche, die von Aposteln geführt wird“, betonte der Stammapostel. Das bedeute für ihn aber nicht, dass die Gemeinde passiv sein soll. Im Gegenteil: nach den Worten von Apostel Paulus im 1. Korintherbrief 12,27 forderte er die Brüder und Schwestern zur weiteren Mitarbeit auf.

Es sei sein Idealbild von Gemeinde, dass alle tätig sind „zum Nutzen aller“, dies im Einklang mit den Amtsträgern. „In der Praxis kann es schon einmal Spannungen zwischen den Geschwistern, die mitarbeiten möchten, und den Amtsträgern geben.“ In solchen Fällen rief der oberste Seelsorger der Neuapostolischen Kirche dazu auf, miteinander ins Gespräch zu gehen.

Es sei ihm wichtig, so Stammapostel Leber, die Mitarbeit der Glaubensschwestern noch mehr herauszustellen als bislang. „Viele unserer Schwestern sind im Kinderunterricht oder in der Jugendpflege aktiv. Könnten diese Schwestern nicht einmal der Gemeinde vorgestellt werden, zum Beispiel im Silvestergottesdienst?“

Der Stammapostel empfindet es als einen Schwerpunkt der Gemeindearbeit dafür zu sorgen, dass niemand inaktiv wird und dass Inaktive zurückkommen in die Gemeinschaft. „Unsere Fürsorge gilt dabei besonders der Jugend und sogar schon den Kindern.“ Ebenso empfahl er, auch nach außen zu wirken und den Glauben zu verkündigen, auch wenn das Heute schwieriger geworden sei.

Seine Versöhnungsbemühungen mit anderen apostolischen Gemeinschaften sprach der Kirchenpräsident ebenfalls an: „Ich betone auch in diesem Kreis noch einmal, dass ich zu einer Versöhnung mit der Vereinigung der apostolischen Gemeinden (VAG) kommen möchte. Ich meine, dass es richtig ist, in kleinen Schritten vorwärts zu gehen. Das braucht somit Zeit. Ich strebe eine Art »versöhnte Partnerschaft« an und keine Verschmelzung der Kirchen.“

Zuletzt warb Stammapostel Leber erneut für den Europa-Jugendtag im Mai 2009. Er habe sich in diesen Tagen davon überzeugt, dass das Messegelände in Düsseldorf ein idealer Standort für die Begegnung mit den Jugendlichen sei. Er bat alle Gottesdienstteilnehmer, das Wochenende vom 21.-24. Mai 2009 nach Kräften zu unterstützen.

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