3.5.4.3 Die Kraft aus der Höhe

Vor seiner Himmelfahrt verhieß der auferstandene Herr seinen Aposteln: „Siehe, ich will auf euch herabsenden, was mein Vater verheißen hat. Ihr aber sollt in der Stadt bleiben, bis ihr ausgerüstet werdet mit Kraft aus der Höhe“ (Lk 24,49). Damit kündigte er die Ausgießung des Heiligen Geistes an, wie sie schon Gott durch den Propheten Joel verheißen hatte (Joel 3,1.2). Zu Pfingsten erfüllte sich diese Verheißung; damit verbunden war der Beginn des öffentlichen Wirkens der Apostel.

Die Wendung „Kraft aus der Höhe“ (gr.: „dynamis“ = „Kraft“) lässt das Erfüllende, Bewegende und Kräftigende der Wirksamkeit des Geistes anklingen und verweist auf ein machtvolles Eingreifen Gottes. So, wie sich der Vater und der Sohn innerhalb der geschichtlichen Welt offenbaren, geschieht die Selbstoffenbarung Gottes im Heiligen Geist als heilsgeschichtliches Ereignis zu Pfingsten. Der Heilige Geist stärkt die Kirche Christi in ihrem Bemühen, nach dem Wohlgefallen Gottes zu leben und sich so auf die Wiederkunft Christi vorzubereiten.

EXTRAKT

Jesus Christus, Beistand und Fürsprecher seiner Jünger, verhieß einen weiteren Tröster. Dieser legt von ihm Zeugnis ab und verherrlicht ihn, er hält das Evangelium unter den Nachfolgern Christi wach und steht der Gemeinde bei. (3.5.4; 3.5.4.1)

Jesus Christus bezeichnete den Heiligen Geist auch als den „Geist der Wahrheit“. Der Heilige Geist kennzeichnet Wahrheit und Lüge. (3.5.4.2)

Jesus verwies auf künftige Offenbarungen des Heiligen Geistes. Sie stehen alle im Zusammenhang mit Christi Wesen und Werk. (3.5.4.2)

Die Wendung „Kraft aus der Höhe“ verweist auf das machtvolle Eingreifen Gottes in der Wirksamkeit des Heiligen Geistes. (3.5.4.3)

Die Selbstoffenbarung Gottes im Heiligen Geist geschah zu Pfingsten. Damit verbunden war der Beginn des öffentlichen Wirkens der Apostel. (3.5.4.3)

Siehe auch