10.2 Die Hochzeit des Lammes

Unmittelbar an die Entrückung der Braut schließt sich die Hochzeit des Lammes an. Das Bild des eschatologischen Hochzeitsfestes findet sich in Offenbarung 19,6-9. Es weist hin auf die unauflösliche Gemeinschaft der Erstlinge mit ihrem Herrn und die Teilhabe an seiner Herrlichkeit (Kol 3,4; 1Joh 3,2).

Schon in Jesaja 53,4-7 wird das Bild des Lammes verwendet; es zeigt, dass der kommende Messias sein Opfer zur Erlösung der Menschen in Ergebenheit in Gottes Willen bringt. Johannes der Täufer weist auf den Sohn Gottes mit den Worten hin: „Siehe, das ist Gottes Lamm, das der Welt Sünde trägt!“ (Joh 1,29).

Vielfach wird in der Offenbarung des Johannes von Christus als dem Lamm gesprochen. Offenbarung 5,12 drückt aus, dass das geschlachtete Lamm den Sieg davonträgt. Das heißt, der erniedrigte und gekreuzigte Gottessohn ist zugleich der triumphierende und siegende. Der gekreuzigte Christus ist der Wiederkommende, der Bräutigam (siehe 10.1.3).

Während der Hochzeit des Lammes müssen die Menschen auf Erden die Herrschaft Satans, die große Trübsal, erleiden.

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