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		<title>nak.org: Wort zum Monat</title>
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		<lastBuildDate>Sun, 01 Aug 2010 00:01:00 +0200</lastBuildDate>
		
		
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			<title>Glaubensbekenntnis und Katechismus</title>
			<link>http://www.nak.org/de/glaube-kirche/wort-zum-monat/archiv/old/article/16858/</link>
			<description>In fast allen religiösen Gemeinschaften gibt es ein Glaubensbekenntnis. Es hat verschiedene...</description>
			<content:encoded><![CDATA[In fast allen religiösen Gemeinschaften gibt es ein Glaubensbekenntnis. Es hat verschiedene Funktionen. Zum einen ist es Ausdruck der Gemeinschaft, die durch diesen Glauben gegeben ist; es fasst wesentliche Punkte der Glaubenslehre zusammen und enthält eine Verpflichtung, nach diesem Glauben zu leben, und nennt zentrale Glaubensinhalte.
So hat auch unsere Kirche bereits vor mehr als 100 Jahren ein Glaubensbekenntnis formuliert. Es hat mehrere Überarbeitungen erfahren, zuletzt 1992. 
Nun haben sich in unserer Kirche in jüngster Vergangenheit einige Lehraussagen geändert. Erinnern möchte ich nur an das geänderte Taufverständnis. Deshalb sah ich es als notwendig an, eine Projektgruppe damit zu beauftragen, die Glaubensartikel zu überarbeiten. Dabei stellte sich schnell heraus, dass eine Präzisierung unserer zehn Glaubensartikel wünschenswert sei. Deshalb wurden die Formulierungen eingehend überprüft und – soweit es erforderlich war – angepasst. 
Die Grundstruktur der Glaubensartikel ist dabei unverändert geblieben. Die ersten drei Artikel entsprechen dem so genannten „Apostolikum“, das innerhalb der christlichen Kirchen hohes Ansehen genießt. Im vierten Artikel wird mehr als bisher in den Mittelpunkt gerückt, dass Jesus Christus seine Kirche regiert. Von ihm her ist alles zu sehen, auch die Sendung der Apostel. Der fünfte Artikel präzisiert unsere Glaubensauffassung hinsichtlich der weiteren Ämter. Die Glaubensartikel sechs bis acht befassen sich mit den Sakramenten. Dabei wird im 6. Glaubensartikel das neue Verständnis der Heiligen Wassertaufe zum Ausdruck gebracht. Im neunten Glaubensartikel wird unsere Zukunftshoffnung entfaltet. Der zehnte Glaubensartikel wurde nicht verändert.
Die Glaubensartikel bieten uns Sicherheit. Sie enthalten zentrale Glaubensinhalte in knapper Form. Daraus ergibt sich zwangsläufig, dass nicht alle Aspekte der Lehre erschöpfend dargestellt werden können. Insbesondere bringen die Glaubensartikel nicht zum Ausdruck, wie wir zu anderen christlichen Überzeugungen stehen. Ein Grundsatz ist aber schon des Öfteren von mir betont worden, ich wiederhole ihn hier noch einmal: Gott ist in seinem Handeln immer souverän. Wir können nicht ausschließen, dass Gott im Einzelfall auch außerhalb der von uns erkannten Ordnungen wirkt. Nähere Aufschlüsse über unsere Haltung werden ergänzende Veröffentlichungen geben.
Außerdem wird das Glaubensbekenntnis eingehend in einem Buch dargestellt, in dem die Lehraussagen unserer Kirche detailliert beschrieben werden. Das neue Werk, das im Jahr 2012 fertig gestellt sein soll, ist hauptsächlich für unsere Geschwister gedacht, dient aber auch interessierten Menschen und Institutionen als Grundlage für das Verständnis der Lehre der Neuapostolischen Kirche.
Nach reiflichen Überlegungen sind die Bezirksapostel, die Autoren und ich zu dem Ergebnis gekommen, dass das Buch den Titel „Katechismus der Neuapostolischen Kirche“ tragen wird. Der Begriff mag für manche Ohren fremd klingen; aber es handelt sich um ein Werk, das die Glaubenslehre ausführlich darstellt. So ein Buch wird richtigerweise „Katechismus“ genannt. Bisher hatten wir das Büchlein „Fragen und Antworten“, das dann, voraussichtlich 2012, durch den „Katechismus der Neuapostolischen Kirche“ ersetzt wird. 
Wilhelm Leber]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Sun, 01 Aug 2010 00:01:00 +0200</pubDate>
			
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			<title>Vollendung</title>
			<link>http://www.nak.org/de/glaube-kirche/wort-zum-monat/archiv/old/article/16821/</link>
			<description>Vollendung. Dieses Wort klingt ein bisschen beängstigend. Man hört aus diesem Wort heraus, dass...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Vollendung. Dieses Wort klingt ein bisschen beängstigend. Man hört aus diesem Wort heraus, dass dahinter ein hoher Anspruch steht: Man soll zur Vollkommenheit, zur Würdigkeit gelangen, überwinden und bereit sein für den Augenblick der Wiederkunft Christi. Dann sieht man seine Fehler und Schwächen und erschrickt: „Wie soll das gehen, dass du zur Vollkommenheit gelangst?“ Sicherlich werden wir nicht dahin kommen, dass wir wirklich sagen könnten: „Ich bin vollkommen!“ Der Herr hat seinerzeit in Gleichnissen schon deutlich gemacht, dass es Unterschiede gibt. Im Gleichnis vom Sämann sprach er davon, dass auch gutes Land unterschiedlich Frucht trägt – einiges dreißigfach, anderes sechzigfach und wieder anderes hundertfach. Es gibt also Unterschiede und Abstufungen. Deshalb ist die Sorge unbegründet, die aus der Erkenntnis entsteht, dass es uns nicht gelingen wird, in allen Punkten zur Vollkommenheit zu gelangen. Wichtig ist, dass wir auf dem Weg dorthin sind und uns um die Vollendung mühen. 
Aber wie kommt man zur Vollendung? Eines ist notwendig: Dass man Schritt für Schritt vorwärts geht, dass eine Entwicklung stattfindet, ein Zunehmen, ein Wachstum. Das ist das Entscheidende, um zur Vollendung zu kommen.
Lasst mich einmal fragen: Ist bei dir Wachstum festzustellen? Da möge sich jeder überprüfen! Ist Wachstum im Glauben vorhanden? Dann sind wir auf dem Weg zur Vollendung. Ist ein Wachstum in der Hinsicht festzustellen, dass wir dem Herrn noch mehr dienen als zuvor? Dann sind wir auf dem richtigen Weg zur Vollendung. Ist es ein Wachstum in der Weise, dass wir imstande sind, das Ungöttliche, die Sünde, immer mehr zu meiden? Dann sind wir auf dem richtigen Weg zur Vollendung. Ist ein Wachstum vorhanden in dem Sinn, dass die Liebe noch mehr spürbar wird in der Gemeinde? Dann sind wir auf dem richtigen Weg, hin zur Vollendung.
Wachstum ist das Entscheidende, um zur Vollendung zu kommen. Gewiss, aus eigener Kraft schaffen wir das nicht. Die Vollendung bewirkt letztlich der Herr! Er verschafft sie uns durch sein Wort und durch seine Gnade. Indem wir die göttliche Gnade anwenden und mit der Kraft aus dem Verdienst Christi an unseren Schwächen arbeiten, kommen wir Schritt für Schritt weiter und gelangen schließlich zur Vollendung.
Die Vollendung wird nicht davon abhängig sein, dass wir in allen Dingen die Vollkommenheit erreicht haben. Das wird nicht der Fall sein. Wir sind und bleiben auf die Gnade angewiesen, auch im Hinblick auf die Vollendung. Wenn wir das Unsere getan haben, wird der Herr am Ende aus Gnaden hinzugeben, was uns noch fehlt. Dann wird man sagen können: in Gnaden vollendet. 
(Aus einem Gottesdienst des Stammapostels)]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Thu, 01 Jul 2010 00:01:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
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			<title>Gaben in Fülle</title>
			<link>http://www.nak.org/de/glaube-kirche/wort-zum-monat/archiv/old/article/16751/</link>
			<description>Jesus sprach in seinen Abschiedsreden von dem Grund seiner Sendung. Er ist gekommen, damit die, die...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Jesus sprach in seinen Abschiedsreden von dem Grund seiner Sendung. Er ist gekommen, damit die, die an ihn glauben, „das Leben und volle Genüge haben sollen.“ (vgl. Johannes 10,10). Volle Genüge klingt für unsere Ohren etwas befremdlich. Es bedeutet, dass die Fülle da ist. Das wiederum erinnert an eine Zusage Gottes durch den Propheten Jeremia, dass der Herr seinem Volk in damaliger Zeit „Gaben in Fülle“ schenken will. Die göttlichen Gaben sind in der Fülle dort offenbar, wo man sich dem Herrn immer wieder zuwendet, wo sich göttliches Leben entwickelt, zur Reife und Vollendung kommt.
Unter göttlichen Gaben in dieser Zeit verstehe ich das, was der Herr in seiner Kirche heute gibt. Ich kann nur einige Gaben nennen: Da ist zum Beispiel der Friede. Dort, wo das göttliche Leben offenbar ist und wo man sich für den Herrn entschieden hat, da ist Frieden die Fülle. Sehen wir einmal hinaus in die Welt. Da gibt es auch Frieden, aber ist das Frieden in der Fülle? Das würde ich nicht so sehen. Da hat man notdürftig die Dinge so gestaltet, dass es keinen Krieg gibt und dass einigermaßen Ruhe herrscht, aber Frieden in Fülle – darunter stelle ich mir etwas anderes vor, nämlich den Frieden Gottes, der höher als alle Vernunft ist. 
Als Nächstes nenne ich die Freude. Freude in Fülle – hat man die auf dieser Erde? Eigentlich nicht. Ich meine, Freude haben wir bereits, wenn wir in unseren Familien sein können, wenn dieses und jenes da ist, wir keinen Mangel leiden müssen, wenn wir Gutes erleben. Aber das sind lediglich kurze Augenblicke. Wir wissen alle, dass Freude nie recht dauerhaft ist. Wenn man sich dem Herrn zuwendet, unter das Wort vom Altar kommt, wenn uns das göttliche Leben durchpulst, dann herrscht Freude die Fülle, dann ist da ein Überfluss. So möge auch Fülle an Segen da sein; dort, wo man sich dem Herrn zuwendet und ihm vertraut, ist die Grundlage geschaffen für Fülle von Segen. 
Es möge eine Fülle an Segen da sein für alle, die Wünsche für ihren Lebensweg haben. Beim Herrn ist immer die Fülle des Segens. Es möge auch die Fülle an Gnade immer da sein, sodass alles beseitigt werden kann, was an Fehlern, an Unvollkommenheiten und Schwächen vorhanden ist. Und wir werden eine Fülle an Herrlichkeit erleben, wenn wir am Ziel unseres Glaubens, der Wiederkunft Christi und dem ewigen Leben bei unserem himmlischen Vater sind.
Wir können uns kaum eine Vorstellung machen, welche Fülle wir dann erleben können. Wir wollen aus dem Gesagten die rechten Schlussfolgerungen ziehen, dass wir uns wieder für den Herrn entscheiden. Mag das göttliche Licht der Gnade uns auf unserem Glaubensweg begleiten; möge sich das göttliche Leben in uns entwickeln und zur Vollkommenheit reifen, mag der Herr uns allen die Gaben schenken, so wollen wir unseren Weg fortsetzen, bis wir daheim im Vaterhaus sind.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 
(Aus einem Gottesdienst des Stammapostels)]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Tue, 01 Jun 2010 00:01:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Gottes Finger</title>
			<link>http://www.nak.org/de/glaube-kirche/wort-zum-monat/archiv/old/article/16680/</link>
			<description>Einst wollte der Herr durch Mose das Volk Israel aus Ägypten herausführen. Die Israeliten mussten...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Einst wollte der Herr durch Mose das Volk Israel aus Ägypten herausführen. Die Israeliten mussten dort sehr leiden, wurden vom Pharao ausgebeutet, leisteten Frondienste auf dem Feld sowie bei der Lehmziegelherstellung und bauten Vorratsstädte für das ägyptische Volk. Trotz harter Arbeit hatten die Israeliten nicht einmal das Nötigste zum Leben. 
Da griff der Herr ein. Mose sollte das Volk Israel aus Ägypten und aus dem Machtbereich des Pharao herausführen. Aber Pharao wollte sie nicht ziehen lassen. Da schickte Gott zehn Plagen über das Land. Aber jedes Mal, wenn eine Plage vorüber war, wurde das Herz des Pharao erneut verstockt und er ließ das Volk Israel nicht ziehen. Manche der Plagen konnten auch von den Zauberern des Pharao nachgemacht werden, sodass vielleicht der Eindruck entstand, das sei gar nicht besonders schwierig zu bewerkstelligen. Aber dann wurden die Plagen immer schlimmer. Eines Tages waren die Zauberer mit ihrem Latein am Ende und sagten dem Pharao, dass sie nichts mehr ausrichten könnten, denn sie erkannten in dem Geschehen den Finger Gottes. Mit anderen Worten: Jetzt hat Gott eingegriffen, und hier können Menschen nichts mehr tun. Den Fortgang der Geschichte kennen wir: Eines Tages musste Pharao das Volk Israel doch ziehen lassen.
Jetzt wollen wir uns einmal ansehen, was das für unsere Zeit bedeuten kann. Gibt es den Finger Gottes auch heute? Ich sage: Ja, auch heute greift der Herr ein. Wir alle können das erleben, wenn wir uns mit einem gläubigen Herzen dem Herrn nahen. Der Finger Gottes ist auch heute noch offenbar. Darin liegt aber nichts Magisches, wie die Zauberer der alten Ägypter vermuteten, sondern der machtvolle Heilswille Gottes. 
Zwei Beispiele möchte ich nennen: Manch einer ist einmal eingeladen worden, einen Gottesdienst in der Neuapostolischen Kirche zu besuchen und ist so mit dem Werk Gottes in Berührung gekommen. Darin sehe ich den Finger Gottes. Später ist man versiegelt worden und hat den Heiligen Geist empfangen. Auch das ist der Finger Gottes. Den Finger Gottes erlebt man auch im Alltag in vielfältiger Weise; aber man muss das Herz offen dafür haben.
Die Zauberer erkannten den Finger Gottes daran, dass er ihre Macht beschränkte. Heute erkennen wir den Finger Gottes, wenn wir im Gottesdienst zusammen sind. Plötzlich hören wir ein Wort, das uns besonders berührt. Da spüren wir: Jetzt möchte der Herr uns erreichen, er meint uns. Das ist der Finger Gottes in seinem Wort. 
Wenn wir den Finger Gottes in dieser Weise erkennen und danach handeln, dann gibt das Glaubenserfahrungen. Auch im Gebet kann man den Finger Gottes erleben. Wenn wir richtig intensiv beten, spüren wir: Jetzt ist Gott nah, er hört uns. Dann bedeutet der Finger Gottes seine Gegenwart. Bei einem oberflächlichen Gebet spürt man nicht den Finger Gottes; aber wenn man intensiv betet, das heißt, wenn man ringt um Gottes Hilfe, spürt man, wie der Finger Gottes einen berührt. Dann hat man auch Gebetserhörungen. Der Herr leitet uns, und er fügt alles so, dass es für uns zum Nutzen und zum Segen ist. 
Der Finger Gottes ist also überall zu finden, auch in der heutigen Zeit. Stellen wir uns den Augenblick vor, in dem der Herr sein Werk vollendet. Da wird der Finger Gottes erneut offenbar und eine Stimme hörbar werden: Nun kommt, ihr Gesegneten des Herrn, ererbt das Reich, das euch bereitet ist.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 
(Aus einem Gottesdienst des Stammapostels)]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Sat, 01 May 2010 00:01:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Der Herr lebt!</title>
			<link>http://www.nak.org/de/glaube-kirche/wort-zum-monat/archiv/old/article/16610/</link>
			<description>Martin Luther hat im fortgeschrittenen Lebensalter manche Enttäuschung erfahren müssen und war oft...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Martin Luther hat im fortgeschrittenen Lebensalter manche Enttäuschung erfahren müssen und war oft ein wenig belastet. Er war traurig über Entwicklungen, die anders liefen, als er sich das gedacht hatte. Seine Frau Katharina, die das sehr wohl beobachtete, versuchte ihrem Mann zu helfen und erinnerte sich, dass ihr Martin in früheren Jahren gerne das lateinische Wort „vivit!“ – das heißt übersetzt: „Er lebt!“ – mit Kreide auf den Tisch geschrieben hat. Luther begründete dies damals so: „Jesus lebt, und wenn er nicht lebte, so begehrte ich nicht, eine Stunde zu leben. Allein weil er lebt, so werden auch wir leben durch ihn, wie er selber gesagt hat: Ich lebe, und ihr sollt auch leben“.
Da ist Katharina auf eine besondere Idee gekommen: Sie beauftragte einen Steinmetz, über ihrer Haustür ein einziges Wort in Latein einzumeißeln: „vivit!“. Jeder, der das Haus betrat und durch diese Pforte gegangen war, wurde durch diese Inschrift daran erinnert: Er lebt – der Herr! 
Das möchte ich über die Türen unserer Herzen schreiben: Er lebt! Jesus Christus lebt. Wenn man belastet ist und wenn manches im Leben anders verläuft, als man es erwartet hat: Er lebt, er weiß um die Dinge und er lässt uns nicht allein. Was für ein Trost liegt in diesem einfachen Wort: Er lebt! Das ist Gegenwart Gottes, das ist Kraft aus der Höhe, die auch heute wirkt. Die Kraft Gottes möge unsere Herzen erfüllen und mit ihr können wir auch anderen ein Segen und eine Hilfe sein.
Ein Blick in die Zeit, in der wir leben, zeigt die Einflüsse, mit denen wir tagtäglich zu tun haben und von denen wir umgeben sind. Sie machen nicht Halt vor unserer Herzenstür, sondern wollen in jedes Herz dringen. Darum gilt es, nicht gleichgültig gegenüber dem Ostergeschehen zu werden. Das muss ein Thema bleiben: Der Herr hat den Sieg über Tod und Hölle davongetragen, und wenn er wiederkommt, dann wird die siegreiche Kraft des Gottessohnes offenbar werden. Wohl uns, wenn wir dann teilhaben an dieser Siegeskraft. 
Das gesamte Ostergeschehen wird zusammenfasst und auf den Punkt gebracht in einem Wort des Apostels Paulus an die Korinther: „Gott aber hat den Herrn auferweckt und wird auch uns auferwecken durch seine Kraft.“ (1. Korinther 6,14). Das ist eine präzise Umschreibung unserer Zukunft. Wir werden verwandelt werden, wenn der Herr wiederkommt; unser Leib wird gleich sein dem verherrlichten Leibe des Herrn und wir werden ewige Gemeinschaft haben dürfen mit dem dreieinigen Gott. Das ist hier in einem Satz zusammengefasst die frohe Osterbotschaft: Gott hat den Herrn auferweckt. Und Gott wird auch uns auferwecken durch seine Kraft. Wir werden Teil haben an dem Sieg des Gottessohnes über den Tod.
(Aus einem Gottesdienst des Stammapostels)]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Thu, 01 Apr 2010 00:01:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Ergänzende Ausführungen zu unserem Verständnis der heiligen Schrift</title>
			<link>http://www.nak.org/de/glaube-kirche/wort-zum-monat/archiv/old/article/16560/</link>
			<description>Zu dem Thema „Wie verstehen wir die Heilige Schrift?“ habe ich schon in „Unsere Familie“ Stellung...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Zu dem Thema „Wie verstehen wir die Heilige Schrift?“ habe ich schon in „Unsere Familie“ Stellung bezogen (vgl. <link de/glaube-kirche/wort-zum-monat/archiv/old/article/16072/>UF 05/09</link>). Dabei habe ich darauf hingewiesen, dass viele Dinge im Alten Testament symbolisch und metaphorisch zu verstehen sind. Das betrifft insbesondere die Schöpfungsgeschichte. Die seither geführten Gespräche und Diskussionen veranlassen mich, hierzu noch einige weitere erklärende und vertiefende Ausführungen zu machen.
Warum ist dieses Thema von Belang? Nun, es geht mir vor allem um unsere Kinder und Jugendlichen, denen in der Schule wissenschaftliche Erkenntnisse über die Entstehung der Erde vermittelt werden; ihnen stellt sich die Frage, wie der Lehrstoff in Einklang mit der biblischen Schöpfungsgeschichte gebracht werden kann. Auch wissenschaftlich interessierte Erwachsene sind sich da zuweilen unsicher.
Kommen wir zum Thema: Die Heilige Schrift sagt aus, dass die Erde in sechs Tagen geschaffen wurde. Würde man diese Angabe wörtlich verstehen, so könnte man anhand der Geschlechtsregister in der Heiligen Schrift zurückrechnen, dass die Erde nur etwa sechs- bis zehntausend Jahre alt wäre. Die Wissenschaft geht aber heute davon aus, dass das Erdalter über vier Milliarden Jahre beträgt. Diese beiden Zeitangaben passen nicht im Entferntesten zusammen. Folgt man den wissenschaftlichen Befunden, dann kommt man nicht umhin, die Schöpfungstage als sehr große Zeiträume zu deuten.
Nun weiß ich, dass das Abrücken von einem wörtlichen Verständnis der Heiligen Schrift manche Geschwister mit Unbehagen erfüllt. Ich habe Verständnis dafür, meine aber doch, dass die Fülle wissenschaftlicher Befunde, die gegen ein wörtliches Verständnis der Schöpfungsgeschichte sprechen, erdrückend ist. Ich denke zum Beispiel an Altersangaben über Fossilienfunde oder Erkenntnisse über das Auftreten der Dinosaurier. Auch der gegenwärtige Erkenntnisstand über Vorformen des heutigen Menschen weist auf eine Entwicklung in langen Zeiträumen hin.
Hilfreich kann es sein, sich mit der Frage zu beschäftigen, wie diejenigen, die die biblische Schöpfungsgeschichte aufgeschrieben haben, wohl zu dieser Erkenntnis gelangt sind. Ich glaube unbedingt, dass sie vom Heiligen Geist inspiriert waren; aber sicherlich wurde ihnen ihre Erkenntnis nicht in Form eines wissenschaftlichen Vortrages vermittelt, ihnen wurden vielmehr Bilder und Vorstellungen offenbart, die sie dem Verständnis ihrer Zeit entsprechend festgehalten haben.
Auch an anderen Beispielen ist zu erkennen, dass die Darstellung in der Heiligen Schrift von dem Verständnis der jeweiligen Zeit geprägt ist. So ist zum Beispiel in der Offenbarung von den vier Ecken der Erde die Rede. Dem liegt die Vorstellung zugrunde, dass die Erde eine Platte ist. Wir haben heute eine andere Erkenntnis, aber niemand stört sich an diesem Ausdruck, weil man ihn bildlich versteht.
Da taucht gleich die nächste Frage auf: Wie hat sich denn in diesen riesigen Zeiträumen die Erde von den Anfängen des Lebens bis zu den heute vorhandenen Lebensformen entwickelt? Nun, alles spricht für eine allmähliche Entwicklung, eine Evolution. Das steht auch im Einklang mit der Heiligen Schrift, wo von einer stufenweise Entwicklung von den Pflanzen über die Tiere bis zum Menschen berichtet wird. Es ist nicht unsere Aufgabe herauszufinden, wie das im Einzelnen geschah. Das überlassen wir der Wissenschaft. Wichtig für uns ist der Glaube, dass Gott hinter allem steht. Er hat den ganzen Entwicklungsprozess in seiner Hand gehalten, und das Leben in all seinen vielfältigen Erscheinungsformen nach seinem Willen hervorgebracht.
Jetzt taucht noch eine weitere Frage auf: Wie ist der biblische Bericht über Adam und Eva als dem ersten Menschenpaar in diese Zusammenhänge einzuordnen? Meine Antwort: Die Heilige Schrift sieht den Menschen grundsätzlich als ein mit einer unsterblichen Seele ausgestattetes Wesen an. Der Zeitpunkt, wann die ersten mit einer Seele ausgestatteten Menschen auftraten, lässt sich wissenschaftlich nicht bestimmen, denn die Seele als das von Gott gegebene unsterbliche Leben ist wissenschaftlicher Forschung nicht zugänglich. Die menschenähnlichen Vorformen, die es zuvor gegeben haben mag, waren also nicht mit einer unsterblichen Seele ausgestattet. Der biblische Bericht über das erste mit einer Seele ausgestattete Menschenpaar Adam und Eva zeigt in sehr anschaulicher Weise, dass die Menschen sogleich in Sünde gefallen sind. Auch dieser Bericht mag bildhafte Elemente enthalten, ich rate aber dazu, nicht zu sehr zu analysieren, was wörtlich und was bildhaft zu verstehen ist. Das führt uns im Glauben nicht weiter.
Noch eine abschließende Bemerkung: Die Fragen, die ich hier angeschnitten habe, sind für die Erreichung unseres Glaubenszieles nicht entscheidend. Aber wir müssen als Kirche einen klaren Standpunkt vertreten. Es ist nicht nötig und auch nicht sinnvoll, uns in Widerspruch zu wissenschaftlichen Ergebnissen zu bringen.
Mit herzlichen Grüßen
Wilhelm Leber]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Mon, 01 Mar 2010 00:01:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Der Grund Gottes besteht</title>
			<link>http://www.nak.org/de/glaube-kirche/wort-zum-monat/archiv/old/article/16517/</link>
			<description>Zur Zeit der ersten Apostel warnte Jesus vor denen, die da sagen werden: „Hier ist der Christus!,...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Zur Zeit der ersten Apostel warnte Jesus vor denen, die da sagen werden: „Hier ist der Christus!, oder: Da!“ (vgl. Mt 24,23) – solchen soll man keinen Glauben schenken. Wo ist aber der Herr zu finden? Was sind Merkmale und Erkennungszeichen dafür, dass Gott wirkt?
Ein Hinweis darauf ist, dass der Herr die Seinen kennt und sich zu denen bekennt, die auf dem Grund Gottes stehen. Dieser feste Grund Gottes besteht – schreibt Apostel Paulus an Timotheus (2 Tim 2,19). Es gibt manche Hinweise in der Heiligen Schrift, dass kein anderer Grund da ist, als allein der Grund, der gelegt ist: Jesus Christus (1 Kor 3,11). An anderer Stelle spricht Apostel Paulus von dem Grund der Apostel und Propheten (Eph 2,20). Darauf ist die Gemeinde des Herrn gebaut: auf Christus, die Apostel und Propheten. Was auch immer an Verhältnissen da sein mag und uns zu schaffen macht: der Grund Gottes ist unverändert da und der wird auch unverändert bleiben. Solange, bis der Herr es für gut befindet, sein Werk zu vollenden. Auch seine Gemeinde, gebaut auf den festen Grund Gottes – auf Jesus Christus und den Apostel und Propheten – gibt der Herr nicht auf, sondern sie ist fest gegründet und bleibt es auch in Zukunft. Das ist die Sache Gottes: er bekennt sich zu denen, die auf diesem Grund stehen und lässt sich immer wieder erleben. 
Aber da ist auch unsere Seite. Apostel Paulus schreibt weiter an Timotheus, dass, wer den Namen des Herrn nennt, von Ungerechtigkeit ablasse. Mit anderen Worten: Der Herr erwartet, dass diejenigen, die auf diesem oben beschriebenen Grund stehen, auch seinen Willen zu erfüllen suchen und ablassen von all dem, was Gottes Willen nicht entspricht. 
Bestrebt sein, nach seinem Willen zu leben, bedeutet: das Ungute meiden, sich fernhalten von dem, was aus anderer Geistesquelle kommt. Da ist einmal das mangelnde Vertrauen in den Herrn zu nennen. Das ist Ungerechtigkeit in den Augen Gottes. Er hat sich zu uns geneigt, er gibt sich zu erkennen, er bekennt sich zu uns. Wenn wir dann mangelndes Vertrauen haben, entspricht das nicht seinem Willen. Davon wollen wir ablassen und unser Vertrauen in den Herrn setzen. Das Zweite, das nicht dem Willen Gottes entsprechen kann, ist die Lieblosigkeit. Wenn man lieblos handelt, ist das Ungerechtigkeit in den Augen Gottes. Davon wollen wir ablassen und stattdessen aus der Liebe heraus handeln. Das zieht das Wohlgefallen Gottes nach sich. Und drittens sei überbordender Egoismus angesprochen. Man meint, man bräuchte sich nicht für den Herrn einsetzen, es würde schon alles von alleine laufen. Das kann dem göttlichen Willen nicht entsprechen. Lass ab von Ungerechtigkeit und diene dem Herrn.
Positiv ausgedrückt sind das drei Ratschläge. Wenn man sie befolgt, kann man den Herrn erleben: Unbedingtes Vertrauen in ihn und seine Führung, dem Nächsten gegenüber ein Herz voller Liebe haben und dem Herrn mit Freuden dienen.
Wer ablässt von Ungerechtigkeit und danach strebt, den Willen Gottes zu tun, der kann erleben, dass der Herr sich dazu bekennt. Man muss die Voraussetzungen dafür schaffen und mit einem entsprechenden Glauben an die Dinge herangehen. Wir stehen auf diesem Grund Gottes und auf diesem Grund geht es dann heimwärts und auf diesem Grund werden wir dann die ewige Herrlichkeit ererben.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 
(Aus einem Gottesdienst des Stammapostels)]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Mon, 01 Feb 2010 00:01:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Beharrlichkeit</title>
			<link>http://www.nak.org/de/glaube-kirche/wort-zum-monat/archiv/old/article/16501/</link>
			<description>Meine lieben Geschwister,
nun haben wir bereits das Jahr 2010 erreicht. Durch die Höhen und Tiefen...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Meine lieben Geschwister,
nun haben wir bereits das Jahr 2010 erreicht. Durch die Höhen und Tiefen des vergangenen Jahres hat uns der Herr hindurchgeführt. Ich wünsche uns im neuen Jahr reichen Segen, viel Freude in der Gemeinschaft und persönliches Wohlergehen. Möge der Herr uns weiterhin unter seinem Schutz und Beistand durch die Zeit geleiten.
Wir blicken zurück auf ein besonderes Datum unserer Geschichte: In diesem Jahr jährt sich der Heimgang von Stammapostel Bischoff zum 50sten Mal. Dabei erinnern wir uns an die Geschehnisse, die mit dem Stichwort „Botschaft des Stammapostels Bischoff“ verknüpft sind. Ich möchte den Versöhnungsprozess mit denjenigen, die durch diese Botschaft in Glaubensprobleme und Gewissensnöte geraten sind, fortführen. Das ist eine Aufgabe unserer Kirche für das neue Jahr. 
Nun möchte ich auch für jeden Einzelnen von uns eine Aufgabe benennen. In diesem Jahr rufe ich besonders auf zur Beharrlichkeit. Beharrlichkeit ist ein wichtiges Element des Glaubens. Wir denken dabei an das Jesuwort: „Wer aber beharrt bis an das Ende, der wird selig“ (Markus 13,13). Der Herr hat dieses Wort an die Seinen gerichtet im Hinblick auf sein Wiederkommen; er schenkt auch die Kraft, um bis ans Ende auszuharren. 
Wir werden auch im neuen Jahr feststellen, dass Belastungen und Probleme auf uns zukommen, auch in der Gemeinde. Da ist Beharrlichkeit gefragt! Das fängt schon in kleinen Dingen an. Seien wir beharrlich
<ul><li>im Gebet, auch wenn wir das Gefühl haben, nicht gehört zu werden</li><li>in der Mitarbeit, auch wenn andere in der Gemeinde sich vielleicht zurückziehen</li><li>als Friedensstifter in unserer Umgebung, auch wenn dort Unruhe und Misstrauen herrschen</li><li>in dem Bestreben, ein gutes, unbelastetes Verhältnis zu allen Geschwistern der Gemeinde zu unterhalten, auch wenn uns das nicht auf Anhieb gelingt</li><li>in dem Bestreben, Menschen Zeugnis zu bringen vom Wirken Gottes in dieser Zeit, auch wenn viele nichts davon hören wollen.</li></ul>
Ein wichtiges Wort zur Beharrlichkeit richtete Apostel Paulus an Timotheus; er schrieb: „Hab Acht auf dich selbst und auf die Lehre; beharre in diesen Stücken!“ (1. Timotheus 4,16). Daraus lässt sich folgender Leitsatz ableiten: Wir wollen uns beharrlich selbst überprüfen und immer wieder am Wort Gottes messen.
Wir warten beharrlich darauf, dass der Herr sein Werk vollendet!
Mit herzlichen Grüßen,
Wilhelm Leber]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Fri, 01 Jan 2010 00:01:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Gesegnete Festtage!</title>
			<link>http://www.nak.org/de/glaube-kirche/wort-zum-monat/archiv/old/article/16471/</link>
			<description>Meine lieben Glaubensgeschwister,
zum Jahresanfang 2009 hatte ich aufgerufen, dass jeder sich in...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Meine lieben Glaubensgeschwister,
zum Jahresanfang 2009 hatte ich aufgerufen, dass jeder sich in die Gemeinschaft einbringen möge. Heute stelle ich dankbar fest, dass dieser Ruf nicht wirkungslos verhallt ist. Zahlreiche Berichte zeugen davon. Viele von euch waren beteiligt bei großen und kleinen Gemeinschaftsaktionen.
Ein besonderes Gemeinschaftserleben war der Europa-Jugendtag 2009. Davon sind unzählige Impulse ausgegangen. Ich bin überzeugt, dass dieser Jugendtag für die Jugend ein wichtiges glaubensförderndes Erlebnis war. Viele Jugendliche haben die Nähe Gottes erlebt und die Kraft der Gemeinschaft wahrgenommen. Liebe Geschwister, euer Einsatz und eure Spenden haben diesen Europa-Jugendtag ermöglicht und zu einem Erfolg werden lassen. Ich möchte auch an dieser Stelle nochmals herzlich dafür danken.
Auch das Erntedankopfer, das wir gemeinsam dem Herrn darbringen, ist ein Stück Gemeinschaftserleben. Jeder, der seinen Beitrag gegeben hat, ob groß oder klein, hat Anteil an dieser Opfergemeinschaft. Ich danke euch von ganzem Herzen für eure Gaben. Unser himmlischer Vater möge eure Opfertreue in reichem Maße segnen und lohnen. Alle Gaben, die wir in das Haus des Herrn bringen, dienen zur Entwicklung der Gemeinden. 
Nun wollen wir aber nicht bei dem stehen bleiben, was wir getan haben, denn alle unsere guten Werke haben ihren Grund in Gottes Handeln an uns. Gerade in der Weihnachtszeit muss uns bewusst werden, was Gott für uns getan hat, denn „das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns“ (Joh 1,14). Das ist ein Geschenk Gottes für jeden von uns. In Jesus Christus ist Gott Mensch geworden. In einem Menschen, der zu einer bestimmten Zeit lebte, Wunder tat, vom Reich Gottes predigte – und für die Sünde der Welt am Kreuz starb! Diesen hat Gott auferweckt von den Toten. Das unterscheidet Jesus Christus von allen anderen Menschen, die je lebten.
Als Gott Mensch wurde, war eine Zeit der Hoffnung im römischen Reich. Der römische Dichter Vergil, bekannt durch sein römisches Nationalepos „Aeneis“, schrieb ein Gedicht, in dem dem Kaiserhaus des Augustus die Geburt eines göttlichen Kindes angekündigt wird. Andere, die frommen Juden, warteten auf den verheißenen Messias – als Beispiel sei Simeon genannt, der darauf harrte, dass Gott ihm den Christus (= Messias) zeigte. Aber schon viel früher ist die Geburt dieses Kindes angekündigt worden. Der Prophet Jesaja weissagt: „Siehe, eine Jungfrau ist schwanger und wird einen Sohn gebären, den wird sie nennen Immanuel“ (Jes 7,14). Das Matthäusevangelium übersetzt das hebräische Wort Immanuel mit: „Gott mit uns“, das bedeutet: Gott selbst kommt in Jesus von Nazareth in die Welt. 
Die Menschwerdung Gottes ist etwas, das unser ganzes Leben erfasst. Bleibt noch die Frage offen: Warum ist Gott Mensch geworden? Weil er die Welt liebt! Jesus Christus nimmt die Sünden auf sich, der Mensch wird von der Sünde befreit.
In diesem Sinne wünsche ich ein vom Herrn reich gesegnetes Weihnachtsfest, Friede und Freude an den Festtagen und zum bevorstehenden Jahreswechsel. Möge der Herr euch erfreuen und unter seinem Schutz bewahren.

Euer
Wilhelm Leber]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Tue, 01 Dec 2009 00:01:00 +0100</pubDate>
			
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			<title>Wirksamkeit des Geistes Gottes</title>
			<link>http://www.nak.org/de/glaube-kirche/wort-zum-monat/archiv/old/article/16394/</link>
			<description>Samuel hatte den Auftrag, Saul zum König zu salben. Dabei hat er dem künftigen König angekündigt,...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Samuel hatte den Auftrag, Saul zum König zu salben. Dabei hat er dem künftigen König angekündigt, was in der Zukunft liegt. Und unter anderem sagte der Prophet: „Der Geist des Herrn wird über dich kommen, dass du mit ihnen in Verzückung gerätst.“ Das erfüllte sich, als Saul auf eine Gruppe von Propheten traf: Saul geriet in Verzückung. „Verzückung“ hört sich sehr nach „Ekstase“ an, aber manchmal bedeutet es „Begeisterung“, und so wird es auch in manchen Bibelausgaben übersetzt. Weiter sagte der Prophet: „Da wirst du umgewandelt und ein anderer Mensch werden.“ (vgl. 1. Samuel 10). Das sind also Auswirkungen des Heiligen Geistes: Begeisterung, Verwandlung, ein anderer Mensch werden. 
Mir steht noch die Begeisterung vom Europäischen Jugendtag vor Augen. Zu dieser Begeisterung haben viele Dinge beigetragen. Zunächst hat sich jeder eingebracht, dann fühlte sich jeder angenommen, es gab keinen, der draußen stand, und schließlich wollte sich jeder freuen. Solche Begeisterung aus dem Geist Gottes wünsche ich mir in jeder Gemeinde.
Zur Wirksamkeit des Heiligen Geistes gehört, dass er Verwandlung schafft, derart, dass man ein anderer Mensch wird. Auf der einen Seite ist das Irdische, das uns alle fordert. Wenn jedoch der Heilige Geist wirkt, beginnt dieser Umwandlungsprozess und dann kommt das Ewige immer mehr in den Mittelpunkt und bestimmt unser Leben. Unter der Wirksamkeit des Heiligen Geistes kommt man dahin, dass man das Verlangen hat, ein Segen zu sein für andere. Da wird der Egoismus immer kleiner und der Wunsch für andere da zu sein wird immer größer – das ist ein Umwandlungsprozess. Manches Mal verlassen wir uns auf eigene Kraft. Man meint, man schafft das alles schon selbst, aber unter der Wirksamkeit des Heiligen Geistes ändert sich das: da kommt dieser Umwandlungsprozess und man verlässt sich auf Gott. Man ärgert sich, das ist menschlich. Aber unter der Wirksamkeit des Heiligen greift eine Umwandlung, sodass aus dem Ärger der Wunsch nach Harmonie und Versöhnungsbereitschaft wird. Manches Mal sind wir niedergeschlagen aus mancherlei Gründen – dann kommt der Heilige Geist, dieser Umwandler, und gibt wieder neuen Mut in die Seele. Das alles ist Umwandlung durch die Wirksamkeit des Heiligen Geistes; diese Veränderung findet dort statt, wo man dem Heiligen Geist sein Herz öffnet und man diese Wirksamkeit von oben erlebt. 
Wenn wir zulassen, dass dieser Prozess der Veränderung und Umwandlung wie beschrieben sich an uns vollzieht, dann können wir ein anderer Mensch werden. Zum Beispiel kann aus uns ein Mensch des Friedens werden. Abraham war ein Mensch des Glaubens, aber auch ein Mensch des Friedens. Denn als Streit entstand zwischen seinen Hirten und den Hirten des Lot, war er bereit, eine Lösung herbeizuführen, damit Friede einziehe, auch unter Preisgabe eigener Vorteile. Schön ist es, wenn man das auch von uns sagen kann: Dieser Mann ist ein Mann des Friedens, diese Schwester, diese Frau strahlt Frieden aus.
Ein anderer Mensch ist auch ein Mensch der Hoffnung und des stillen Wartens. Simeon im Tempel war solch ein Mensch der Hoffnung und des Wartens. Er wartete auf den verheißenen Messias. Dieser Mann war ein Mann der Hoffnung, geprägt von diesem Wunsch, dass er den Herrn sehe. Daran ist Gott nicht vorübergegangen, sondern hat ihm solches Erleben geschenkt. 
Wir wollen auch ein anderer Mensch werden: ein Mensch des Glaubens, ein Mensch des Friedens, ein Mensch der starken Hoffnung. Lasst uns dem Heiligen Geist immer mehr Raum geben, sodass diese Veränderung sichtbar wird und dass dieser Umwandlungs­prozess uns zu anderen Menschen macht und wir dann zur Vollendung kommen.
(Aus einem Gottesdienst des Stammapostels)]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Sun, 01 Nov 2009 00:01:00 +0100</pubDate>
			
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