Erste Nothilfemaßnahmen in Ostafrika sind angelaufen

05.08.2011

Die schlimmste Dürre seit 60 Jahren (Foto: »NAK-karitativ«)

Zürich/Dortmund. Die ersten Nothilfemaßnahmen in den von der schlimmsten Hungersnot seit 60 Jahren betroffenen Staaten in Ostafrika sind angelaufen. Insbesondere die Auslieferung von Nahrungsmitteln und die Planung nachhaltiger Projekte zur Dürrebekämpfung in den Provinzen Rift Valley in Ost- und Zentralkenia werden durch die Gemeinnützige Stiftung der Neuapostolischen Kirche Schweiz forciert.

»NAK-karitativ«, die Hilfsorganisation der neuapostolischen Gebietskirchen in Deutschland, setzt sich gemeinsam mit dem Hilfswerk der New Apostolic Church Kenia (KUMEA) mit Einzelaktionen in Kenia ein. Das Missionswerk der Neuapostolischen Kirche Süddeutschland legt den Schwerpunkt seiner Hilfeleistungen auf das Nachbarland Äthiopien. Zurzeit werden Gespräche mit »HelpAge« Deutschland über eine Zusammenarbeit in Nothilfeaktionen geführt.

Insgesamt konnten inzwischen bereits 80.000 Euro an die Partner in Kenia überwiesen werden, 20.000 Euro davon kommen von der Gemeinnützigen Stiftung der Neuapostolischen Kirche Schweiz.

Langfristige Projekte

Langfristig plant »NAK-karitativ«, die Nothilfe- und Dürrepräventionsprojekte (hauptsächlich Brunnenbau und Trinkwasseraufbereitung) für Ostafrika auszuweiten. Dies ist jedoch abhängig vom Spendenaufkommen. Neben einer dringlichen Notversorgung geht es vor allem darum, die zukünftigen Lebensgrundlagen für die Menschen in den Trockengebieten wirksam zu verbessern.

Humanitäre Krise

In den Ländern am Horn von Afrika herrscht die schlimmste Dürre seit 60 Jahren. Weit mehr als zehn Millionen Menschen leiden unter Hunger und Durst, Zigtausende verlassen ihre Heimat. Die Flüchtlingscamps in Dollo Ado in Äthiopien und in Dadaab in Kenia wachsen täglich um Tausende von Menschen. Mittlerweile bezeichnen die Vereinten Nationen die Situation als „schlimmste humanitäre Krise weltweit“. Wie bereits gemeldet, engagiert sich auch die Neuapostolische Kirche gezielt im Kampf gegen die Hungersnot und zur Unterstützung der hilfsbedürftigen Menschen.