Stammapostel empfing Leiter der Apostolischen Gemeinde des Saarlandes

06.07.2011

Ein offizielles Foto vom Arbeitstreffen apostolischer Gemeinschaften im September 2000 (Foto: NAKI)

Zürich. Ein bilaterales Gespräch zwischen Stammapostel Wilhelm Leber, dem internationalen Leiter der Neuapostolischen Kirche, und Friedhelm Gräßer, Apostel in der Apostolischen Gemeinde des Saarlandes, fand gestern am 05. Juli 2011 in offener und konstruktiver Atmosphäre statt. Bereits seit Jahren gibt es im Saarland gute Kontakte zwischen beiden Gemeinschaften.

Wie Stammapostel Wilhelm Leber berichtete, kam das Treffen auf Wunsch von Friedhelm Gräßer zustande. Der Leiter der Apostolischen Gemeinde des Saarlandes (AGdS) war dazu eigens nach Zürich angereist. „Bruder Gräßer gab einen kurzen Überblick über die historische Entwicklung und die derzeitige Situation in seiner Gemeinschaft. Dabei wies er darauf hin, dass es seit etlichen Jahren gute Kontakte zur Neuapostolischen Kirche gibt“, so der Stammapostel.

In gegenseitigem Einverständnis besuchen etliche Mitglieder der AGdS regelmäßig die Gottesdienste  der neuapostolischen Gemeinde Saarbrücken. Es gibt etliche gemeinsame Aktivitäten (z.B. Freizeitaktivitäten, Bibelstunden). Das Gespräch diente auch der Frage, ob es weitere Kooperationsmöglichkeiten geben könne. Dazu Stammapostel Leber: „Ich habe Bruder Gräßer zugesagt, dieser Frage weiter nachzugehen.“ Gemeinsame Gottesdienste mit sakramentalen Handlungen seien wegen grundsätzlicher Auffassungsunterschiede aber wohl nicht möglich, so das Kirchenoberhaupt.

Konzilsgedanke lebt auf

In dem Gespräch sei auch deutlich geworden, dass die AGdS sich dem Ziel verpflichtet fühle, die apostolischen Gemeinschaften wieder zusammenzuführen. „Vor diesem Hintergrund haben wir besprochen, ob es wieder ein Konzil aller apostolischer Gemeinschaften geben könnte“, so der Stammapostel, der weiter sagt: „Bevor man diesem Gedanken näher tritt, sollte man sich Gedanken machen, was von einem solchen Treffen zu erwarten ist und wie es weiter geht; ein einmaliges Treffen ohne Anschluss-Planung erscheint heute nicht mehr sinnvoll.“

Hintergrund: Im September 2000 kamen in Zürich mehrere Vertreter apostolischer Gemeinschaften zu einem Arbeitstreffen zusammen. Es wurde ein gemeinsames Kommunique veröffentlicht.