„Arevik“ – eine „kleine Sonne“ in Gjumri

08.09.2009

Gjumri liegt im Westen von Armenien (Grafik: worldatlas.com)

Dortmund. Armenien ist nach UN-Angaben eines der ärmsten Länder der Welt. „NAK-karitativ“, die bundesdeutsche Hilfsorganisation der Neuapostolischen Kirche, finanziert schon seit längerem den Neubau eines Kindergartens in der Stadt Gjumri. Die Einweihung ist für Anfang Oktober vorgesehen, an der auch der Geschäftsführer von „NAK-karitativ“, Bernd Klippert, auf Einladung des Hilfsvereins „semper pro humanitatae“ teilnehmen wird.

semper pro humanitatae“ ist eine Hilfsorganisation mit Sitz in Oberhausen. Sie kümmert sich speziell um den Neubau von Kindergärten in den Staaten des Kaukasus, finanziert durch Projektpatenschaften in Deutschland. Diese Kindergärten heißen „Arevik“, was übersetzt „kleine Sonne“ heißt. Auch in Yerevan und Vanadzor baut der Verein neue Kindergärten.

Bernd Klippert will auf seiner Armenienreise weitere Projekte besichtigen, so das neue Kindergartenprojekt in Udjan, die Fortführung von Sprach- und PC-Kursen in sechs weiteren Orten des Landes und die Beteiligung von „NAK-karitativ“ an den Aktivitäten des NAK-Jugendcamps Sewan für die Jahre 2010 und 2011 abklären, heißt es in einem Bericht auf der Webseite von „NAK-karitativ“.

 

Gjumri, das frühere sowjetische Leninakan, ist mit 130.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt des Landes, ganz im Westen nahe der Grenze zur Türkei gelegen. Seit dem verheerenden Erdbeben von 1988 ist Gjumri das Armenhaus Armeniens. Es gibt noch immer viele Containersiedlungen. Dort, wo Menschen in Containern und jämmerlichen Blech- oder Steinbauten ihr Leben fristen, liegt auch der Kindergarten. 16 bis 20 Kinder sind hier untergebracht. Sie erhalten kindgerechte Betreuung und Bildung, versorgt durch zwei Kindergärtnerinnen und eine Hilfskraft.