Publikationen

Quellenzugang für Historiker möglich

19.05.2008

Ausschnitt aus Seite 34 der Kirchenzeitschrift "Unsere Familie" vom 20. Mai 2008

Zürich. In der Ausgabe 10/2008 der neuapostolischen Kirchenzeitschrift „Unsere Familie“ gibt der internationale Kirchenleiter, Stammapostel Wilhelm Leber, einige Erläuterungen zur Aufarbeitung neuapostolischer Kirchengeschichte. Der Informationsabend vom 4. Dezember 2007, in dem die Kirchengeschichte zwischen 1938 bis 1955 im Mittelpunkt stand, löste viele Emotionen und Fragen aus. Eine Frage war, ob die vorhandenen kirchengeschichtlichen Quellen auch externen Historikern zur Verfügung stehen?

Dazu sagt Stammapostel Leber: „Nachdem wir mit der Aufarbeitung der Geschichte durch Mitglieder unserer Kirche begonnen haben, wollen wir zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht auf externe Stellen zurückgreifen. Stattdessen bieten wir ausgewiesenen Historikern an, die uns zur Verfügung stehenden Quellen für eigene Auswertungen zugänglich zu machen.“

Grundsätzlich ist also die Neuapostolische Kirche bereit, mit Historikern bei der Durchführung seriöser geschichtswissenschaftlicher Projekte im Rahmen ihrer Möglichkeiten zusammenzuarbeiten. Ein pauschaler Antrag auf Quelleneinsicht ohne Projektbeschreibung und Begrenzung des Themas ist in der Geschichtswissenschaft jedoch unüblich. Wenn also Quelleneinsicht gewünscht wird, müssen drei Voraussetzungen erfüllt sein:

  1. Der Antragsteller muss – zum Beispiel unter Verweis auf bereits vorgelegte Publikationen – von seiner Seriosität als Geschichtswissenschaftler überzeugen.
  2. Er muss eine Projektbeschreibung vorlegen, die ein Urteil darüber möglich macht, ob der kircheninternen Arbeitsgruppe „Geschichte der Neuapostolischen Kirche“ (AG GNK) Quellen bekannt sind, die für die Durchführung des Projekts relevant sind.
  3. Solche Quellen müssen bekannt sein und es muss seitens der AG GNK ein ausreichendes Interesse an der Durchführung des Projekts bestehen, um den Einsatz der (in der Regel ehrenamtlich tätigen) Mitarbeiter zur Hilfe bei diesem Projekt zu rechtfertigen.

Unabhängig davon arbeitet die AG GNK an Konzepten, um sukzessive Quellen öffentlich zugänglich zu machen. Es ist selbstverständlich, dass die in der Ausarbeitung „Die Neuapostolische Kirche von 1938 bis 1955 - Entwicklungen und Probleme“ zitierten Quellen unter den oben genannten Voraussetzungen zugänglich gemacht werden.

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