Offizielle Verlautbarungen

Luther 2017 wird 2019 in deutschsprachigen Gottesdiensten offiziell

19.12.2017

Zürich. In ihrer Herbstversammlung beschlossen die europäischen Bezirksapostel die Einführung der Lutherbibel 2017 als offizielle Bibel für die deutschsprachigen Gemeinden. Ab dem 1. Januar 2019 wird damit die jetzt genutzte Lutherübersetzung von 1984 abgelöst.

Martin Luther übersetzte die ganze Heilige Schrift. Er prägte damit nachhaltig nicht nur kirchliche Theologie, sondern auch die deutsche Sprache. Rechtzeitig zum 500. Jahrestag der Reformation in diesem Jahr brachte die Deutsche Bibelgesellschaft eine revidierte Fassung auf den Markt, die LÜ 2017. Sie wird ab Januar 2019 die offizielle deutschsprachige Bibel der Neuapostolischen Kirche.

Zu 40 Prozent neu

Dann werden sich die Amtsträger der deutschsprachigen Gemeinden in ihrer Predigt umstellen müssen. Zwar scheinen die Veränderungen zur Vorgängerin, der Lutherübersetzung von 1984, eher marginal: veränderte Zeichensetzung oder der Austausch einzelner Wörter. Es gibt aber auch vollständige Neuübersetzungen einzelner Verse. Die Deutsche Bibelgesellschaft – sie trägt die Hoheit für alle Lutherübersetzungen – macht folgende Rechnung auf: Die Übersetzung 2017 unterscheidet sich immerhin zu gut 40 Prozent vom Text der LÜ 1984. Die Verteilung ist unterschiedlich: In den apokryphen Büchern der Heiligen Schrift ändern sich sogar rund 80 Prozent. Altes Testament und Neues Testament erfahren dagegen eher schonende Veränderungen. Nach Aussagen von Fachleuten ist die neue revidierte Fassung präziser im Umgang mit dem Urtext und verständlicher für das Lesepublikum von heute. Wer sich genauer in die Textmodulationen einarbeiten will, findet auf der Webseite der Deutschen Bibelgesellschaft einen kleinen Vorgeschmack.

Gründe für die Umstellung

Die Deutsche Bibelgesellschaft nimmt derweil die 84er Revision allmählich aus den Regalen. Es verbleibt nur noch die so genannte Standardbibel. Die Neuapostolische Kirche aber hat mehrere Bibelausgaben in Gebrauch: Neben der Standardbibel auch die Altarbibel, die Taschenausgabe, die Schulbibel und sogar eine Hochzeitsbibel. Um dieses Gesamtpaket auch künftig beizubehalten, braucht es die Neuauflage. Daneben sind die inhaltlichen Anpassungen ein wichtiger Entscheidungsgrund für die Umstellung. Insgesamt ist die neue Übersetzung näher an den Urschriften, wenngleich traditionelles Deutsch nach wie vor enthalten ist, allerdings an die heutige Sprache angepasst.

Verhandlungsführer mit der Deutschen Bibelgesellschaft ist der Bischoff-Verlag, der die neuen Bibeln künftig in sein Sortiment übernehmen wird.

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