Offizielle Verlautbarungen

Neuapostolische Kirche Schweiz erhält Gaststatus in der AGCK

10.04.2014

V.l.n.r.: Apostel Volker Kühnle, Pfarrerin Rita Famos, Apostel Heinz Lang, Bischof Charles Morerod...

...nach Unterzeichnung der Aufnahmeurkunde in den Gaststatus (Fotos: Christoph Knoch)

Die Urkunde (Foto: Heinz Lang)

Zürich. Seit gestern, 9. April 2014, ist die Neuapostolische Kirche in der Schweiz Gastmitglied in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in der Schweiz (AGCK-CH). Zur Überreichung der Mitgliedsurkunde waren die Apostel Heinz Lang und Volker Kühnle zur Sitzung nach St. Gallen gereist. Der Beschluss der AGCK, die Neuapostolische Kirche im Gaststatus aufzunehmen, fiel einstimmig aus.

In der Pressemitteilung der Arbeitsgemeinschaft heißt es, dass die Neuapostolische Kirche in den letzten Jahren maßgebliche Anstrengungen in der Ökumene unternommen habe. Dies sei der Grund gewesen, warum das Präsidium der AGCK-CH der Plenarversammlung den Antrag auf Aufnahme in den Gaststatus empfohlen habe. Eine Klausel in der Mitgliedsurkunde besagt, dass nach fünf Jahren beide Seiten die Erfahrungen mit dem Gaststatus überprüfen werden. Insbesondere werde die AGCK die Entwicklung der Neuapostolischen Kirche International und die ökumenische Zusammenarbeit der lokalen NAK-Gemeinden beobachten. Dazu sollen die Gespräche in der Gesprächskommission von NAK und AGCK weitergeführt werden.

Zustimmung zur Charta Oecumenica

Pfarrerin Claudia Haslebacher, Präsidiumsmitglied der AGCK Schweiz und Vorsitzende der gemeinsamen Gesprächskommission macht deutlich, dass sich „in den Gesprächen zeigte, dass die NAK die Charta Oecumenica ohne Einschränkungen unterzeichnen könnte. Damit war ein wichtiges Kriterium für die Gastmitgliedschaft erfüllt.“ Die AGCK stimmte dem Gaststatus „aufgrund von früheren Erfahrungen mit anderen Kirchen und der festen Überzeugung zu, dass gemeinsame Gespräche und eine Zusammenarbeit eine Öffnung weiter fördern werden“, betonte sie.

Apostel Heinz Lang, der die neuapostolische Gesprächsdelegation leitete, betont: „Die Neuapostolische Kirche hat in ihrem Kontakt zu anderen Kirchen und christlichen Gemeinschaften seit Jahren einen bedeutenden Entwicklungsprozess vollzogen. Auf der Basis der Charta Oecumenica wollen wir unseren Beitrag leisten, das Evangelium Jesu Christi gemeinsam mit anderen gläubigen Christen weiter zu tragen.“

Jahrelange Gespräche

Seit 2002 fanden zwischen der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in der Schweiz und der Neuapostolischen Kirche in der Schweiz intensive Gespräche statt. Verschiedenste Themen wurden theologisch erörtert, auch die so genannten Sonderlehren zum Amtsverständnis und Entschlafenenwesen. Seit 2007 klärte eine Kommission im Auftrag der AGCK-CH, ob und in welcher Form eine Zusammenarbeit zwischen AGCK und NAK möglich wäre. Dabei wurden auch die beiden Experten Professor Georg Schmid und Dr. Rolf Weibel beigezogen.

Konsultationen auch in Deutschland

In Deutschland geht die Neuapostolische Kirche einen ähnlichen Weg. Zurzeit finden Gespräche zwischen der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen und der Neuapostolischen Kirche statt. Ebenso sind Konsultationen mit den lokalen Arbeitsgemeinschaften geplant, in denen neuapostolische Kirchengemeinden bereits über eine Gastmitgliedschaft verfügen. Im Anschluss daran ist eine gemeinsame Erklärung der ACK und der Neuapostolischen Kirche geplant, wie künftig im Rahmen des für beide Seiten Möglichen eine Zusammenarbeit stattfinden kann. Nach einer angemessenen Zeit – beide Seiten verständigten sich auf drei Jahre der Reflexion und Kommunikation – soll eine Bilanz gezogen und das weitere Vorgehen besprochen werden.

Lesen Sie auch die Pressemitteilung der AGCK-CH und der Neuapostolischen Kirche Schweiz.

Kategorie: Schweiz, Pressemitteilung

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