Offizielle Verlautbarungen

Theologische Erklärung zur „Versuchung“ im Unser Vater

15.12.2006

NAK von A bis Z

Zürich. Einen theologischen Vortrag zum Thema „Was bedeutet die Bitte aus dem Unser Vater: „Und führe uns nicht in Versuchung?“ hörten die Bezirksapostel anlässlich ihrer letzten Versammlung in Zürich. Eine ausführliche Darstellung wird sowohl in der Kirchenzeitschrift „Unsere Familie“ als auch in der Monatszeitschrift für die Amtsträger der Neuapostolischen Kirche „Leitgedanken zum Gottesdienst“ veröffentlicht. Wir publizieren hier eine kurze Zusammenfassung.

Zusammenfassung

Die Versuchung, von der im „Unser Vater“ die Rede ist, meint zum einen, dass der Mensch von Gott in eine Prüfungssituation gestellt wird, zum anderen dass Gott zulässt, dass der Teufel den Glaubenden prüft, um ihn in den Unglauben zu führen. Wenn Gott eine Glaubensprüfung – so kann man am besten den Begriff „Versuchung“ übersetzen – billigt, dann geschieht dies nicht, um den Menschen zu Fall zu bringen, sondern damit sich der Glaube bewährt und so gestärkt wird.

Von Gott aus hat die Glaubensprüfung eine ausschließlich positive Funktion, die auch durch die rein negative Intention des Teufels oder der menschlichen Geneigtheit zur Sünde nicht aufgehoben werden kann.

Mit der Bitte: „… und führe uns nicht in Versuchung“ wird Gott im „Unser Vater“ gebeten, starke Glaubensprüfungen nicht zuzulassen und die Macht des Bösen endgültig zunichte zu machen.

Lesen Sie auch unter "NAK von A bis Z: Versuchung".

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