AG KKR: »Kirchentage sind ein wichtiger Treffpunkt für uns«

08.06.2015

Der neuapostolische Kirchenstand war gut besucht

Gespräche mit Theologen anderer Kirchen: "Kirche auf dem Weg"

Ökumene heute - und wie geht es weiter?

Eine Welt, viele Kulturen

Kirche 2030 - Kinder und Jugendliche im Fokus

Tischgespräch zum Thema "Musik in der Kirche"

Der neuapostolische Katechismus in der Kirchentags-Buchhandlung (alle Fotos: NAK Süd)

Stuttgart. Nun ist der 35. Deutsche Evangelische Kirchentag (DEKT) in Stuttgart zu Ende gegangen. Der neuapostolische Kirchenstand auf dem Markt der Möglichkeiten war alle drei Tage lang gut besucht, interessante Podiumsgespräche fanden statt und viele Anfragen wurden gestellt. Apostel Volker Kühnle, Leiter der Arbeitsgruppe Kontakte zu Konfessionen und Religionen, zieht ein positives Fazit.

„Kirchentage sind ein wichtiger Treffpunkt für uns“, betont er. Seine Gruppe, die AG KKR, bemüht sich seit Jahren im Auftrag der Kirchenleitung um internationale Kontakte zu anderen Kirchen und ökumenischen Einrichtungen. „Hier auf dem Kirchentag in Stuttgart war unser neuapostolischer Kirchenstand direkt gegenüber des ACK-Standes platziert – welch eine gelungene Nachbarschaft.“ Die ACK, das ist die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland, ist mit der Neuapostolischen Kirche seit über einem Jahr im theologischen Fachgespräch. Eine gemeinsame Handreichung für alle Gemeinden, sowohl in den ACK-Kirchen als auch in der Neuapostolischen Kirche, steht kurz vor ihrer Veröffentlichung. Darauf verwies auch Pastor Bernd Densky, Leiter der Ökumenischen Centrale in Frankfurt/Main. Er und Pfarrer Dr. Reinhard Hempelmann von der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen in Berlin, standen am Donnerstagnachmittag, 04. Juni 2015, Rede und Antwort. Das öffentliche Gespräch mit Apostel Kühnle gab Auskunft über den bisherigen Stand der ökumenischen Beziehungen und versuchte einen vorsichtigen Ausblick auf die kommenden Jahre.

Öffentliche Gespräche am runden Tisch

Auch in den beiden Folgetagen gab es am neuapostolischen Kirchenstand Fachgespräche am runden Tisch. Am Freitagmorgen ging es um die eine Welt mit ihren vielen Kulturen. Vier Gesprächsteilnehmer zeigten auf, wie sich die soziale aber auch die neuapostolische Lebenswirklichkeit in Europa und Westafrika voneinander unterscheiden. Albert Garber etwa aus Sierra Leone freut sich über die vielen Projekte, die durch die Neuapostolische Kirche in seinem Land angeboten werden: „Die kirchliche Arbeit ist sehr wichtig. Sie kommt bei den Menschen gut an. Vor allem die Investition in Bildung ist enorm wichtig.“ Garber wohnt seit 2008 in Berlin. Er studiert dort und promoviert gerade in Biochemie. Auch Prof. Dr. Joachim Müller, Evangelist und Vorsteher der Gemeinde St. Johann-Upfingen, stand am runden Tisch. Er ist ein ausgewiesener Agrartechniker und Wasserspezialist und weist darauf hin, wie wichtig es ist, Menschen mit Trinkwasser zu versorgen. Wasser werde immer mehr zu einem sehr begehrten Lebensmittel.

Kirche auf dem Weg

Der Freitagnachmittag gehörte der Diskussion um die Zukunft von Kirche. „Kirche auf dem Weg“, lautete das spannende Thema. Bischof Peter Johanning, der Gesprächsmoderator, konnte dazu Dr. Kai Funkschmidt von der EZW, Monsignore Oliver Lahl von der Katholischen Kirche Stattgart sowie die beiden Apostel Clement Haeck (Luxemburg) und Jürgen Loy (Stuttgart) willkommen heißen. Im Gespräch wurde schnell klar, dass für eine miese Stimmung mit Blick auf die aktuelle Situation kein Grund bestehe. Alle Gesprächsteilnehmer waren sich darüber einig, mit Mut und guten Konzepten in die nähere Zukunft zu blicken. Es müsse gelingen, die junge Generation von heute zu erreichen. Die Wahrheit aus dem Evangelium ist dabei die alte Wahrheit, die Möglichkeiten der Kommunikation jedoch haben sich enorm gewandelt.

Kirche und Musik

„Kirche und Musik“ – darum ging es am Samstagmorgen, 07. Juni. Dr. Walter Hessler, Priester aus Wien, konnte seinen Gästen am runden Tisch interessante Statements entlocken. Musik sei ein wichtiges Mittel für die Beteiligung der Gemeinde, sagte etwa Bischof Eberhard Koch, Fachberater Musik in der Gebietskirche Süddeutschland. Gemeinde solle nicht nur konsumieren, sondern sich beteiligen. „Wir haben durch die Liturgie im neuapostolischen Gottesdienst heute mehr Möglichkeiten als früher.“ Koch plädierte etwa dafür, dass die Gemeinde auch einmal den Refrain eines Chorliedes mitsinge. Martina Sturm, Leiterin des Gospelchores Nürtingen und Frank Ellinger, Leiter des Jungen Chores in der Gebietskirche Süddeutschland, favorisieren den richtigen Mix aus unterschiedlichen Musikstilen. Die neuapostolische Chorliteratur mache hier gute Angebote.

Insgesamt war der Stand der Neuapostolischen Kirche auf dem evangelischen Kirchentag in Stuttgart sehr gut besucht. Es war nach Hamburg 2013 das zweite Mal, dass die Neuapostolische Kirche mit einem eigenen Informationsangebot auf einem DEKT zugelassen wurde.

 

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Kategorie: Deutschland