Das Leid von Winnenden klingt nach

24.03.2009

Ineinander gelegte Hände als Zeichen des Trostes (Foto: NAK Süd)

Winnenden. Am Samstag, 21. März 2009, fand die zentrale Trauerfeier für die Opfer des Amoklaufs von Winnenden, bei dem auch eine neuapostolische Referendarin getötet wurde, in der St.-Borromäus-Kirche statt. Der katholische Bischof Gebhard Fürst und der evangelische Landesbischof Frank-Otfried July hielten den ökumenischen Gottesdienst. Im anschließenden Staatsakt sprachen Bundespräsident Horst Köhler, der Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg, Günther Oettinger sowie die Rektorin der Albertville-Realschule, Astrid Hahn. Als Vertreter der Neuapostolischen Kirche Süddeutschland nahmen Apostel Hans-Peter Schneider und Bezirksältester Jörg Friedrich teil.

Wie alle Kirchen in Winnenden, stand auch die neuapostolische Kirchengemeinde zur stillen Einkehr und Andacht und zum gemeinsamen Trauern an diesem Samstag einige Stunden für alle offen.

Am Mittwoch, 18.03.2009, gaben rund 1.000 Trauernde der jungen neuapostolischen Referendarin das letzte Geleit, darunter Baden-Württembergs Kultusminister Helmut Rau. Apostel Hans-Peter Schneider leitete die Trauerfeier auf dem Backnanger Waldfriedhof. Er tröstete mit den Worten aus dem Johannes-Evangelium Kapitel 16, aus Vers 22: „Und auch ihr habt nun Traurigkeit; aber ich will euch wiedersehen“. Wie ein Samenkorn, das in das dunkle, kalte Erdreich gelegt werde und aus dem Dunkeln heraus wachsen könne, wünschte er allen Trauernden, dass der Trost aus dem Heiligen Geist in den von Leid verdunkelten, erstarrten Herzen Wurzeln schlagen und sich entfalten möge.

Astrid Hahn, die Rektorin der Albertville-Realschule, schilderte in ihrer Ansprache bei der Trauerfeier die Getötete als hilfsbereite, liebenswerte und freundliche Lehrerin. Kristina Schmid, Leiterin des staatlichen Seminars für Lehrerbildung in Schwäbisch Gmünd, sowie Backnangs Oberbürgermeister Dr. Franz Nopper hielten ebenfalls eine Ansprache.

Lesen Sie unseren ausführlichen Bericht auf der Webseite der NAK Süddeutschland.

Dankesbrief an den Stammapostel

Mittlerweile erreichte ein Brief den internationalen Kirchenleiter, Stammapostel Wilhelm Leber. Darin bedankt sich einer der neuapostolischen Helfer des Deutschen Roten Kreuzes für die Gebete in schwerer Stunde: „Mein lieber Stammapostel, haben Sie herzlichen Dank für Ihre Gebete, sie tun so wohl und kommen spürbar an. Sie geben Kraft, Hoffnung und Mut zum Weiterkämpfen und um für die Seelen, die uns jetzt brauchen, da zu sein. Bitte richten Sie diesen Dank auch allen Aposteln aus, die auch für uns beten.“

Kategorie: Deutschland