NAK International

Gebete für den Frieden in der Welt

21.09.2019

Zürich. Jeweils am 21. September eines Jahres fordern die Vereinten Nationen gemeinsam mit dem Weltkirchenrat dazu auf, für den Frieden in der Welt zu beten. Auch die Gemeinden der Neuapostolischen Kirche beten mit.

Die neuapostolischen Gottesdienste am 18. und 19. September 2019 hatten die Friedensgebete zum Inhalt. Der internationale Kirchenleiter der Neuapostolischen Kirche, Stammapostel Jean-Luc Schneider, forderte seine Gemeindemitglieder weltweit dazu auf, für den Frieden in der Welt zu beten. In seinen Leitgedanken für den Gottesdienst brachte er zum Ausdruck, dass es ein inniges, notwendiges, engagiertes Beten sein solle. Das schließe individuelles Handeln ausdrücklich mit ein. Das Bibelwort aus dem Johannesevangelium: „Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht gebe ich euch, wie die Welt gibt. Euer Herz erschrecke nicht und fürchte sich nicht“, mache sehr deutlich, dass auch die menschliche Suche nach Frieden erforderlich sei. Es gebe diese zwei Säulen: Menschlicher Frieden, der erarbeitet sein will und göttlicher Frieden als Geschenk.

Frieden braucht Regeln

Weiter sagt der Stammapostel, dass menschlicher Frieden an Regeln gebunden sei – sie zu beachten, schaffe Sicherheit und Ordnung. Gerechtigkeit in der Gesellschaft und unter den Generationen sei eine dieser Regeln. Dazu der Stammapostel wörtlich: „Eine Gesellschaft, die nicht die Grundbedürfnisse aller berücksichtigt, kann nicht in Frieden leben.“ Das klingt in diesen Tagen, wo menschliche Bedürfnisse äußerst eingeengt sind, sehr politisch. Dabei ist es eine alte Lebensweisheit: Ohne Toleranz, gegenseitigem Respekt, Achtung vor dem Anderen und Nächstenliebe ist Frieden kaum vorstellbar. Schon im Alten Testament heißt es im Psalm 85,11, dass „Gerechtigkeit und Frieden sich küssen sollen“.

Gott schenkt seinen Frieden dazu

Und dann sei da noch der Frieden Gottes. Jesus Christus schenke ihn uns, so der Stammapostel. Sein Leben, sein Opfer, seine Himmelfahrt und sein Wiederkommen seien die Bausteine des göttlichen Friedens.

Internationaler Gebetstag

Bereits 1981 beschlossen die Vereinten Nationen einen Internationalen Tag des Friedens. Seit 2001 wird er jedes Jahr am 21. September begangen. 2004 wurde daraus ein internationaler Gebetstag für den Frieden, als sich der Weltkirchenrat (Ökumenischer Rat der Kirchen, ÖRK, mit Sitz in Genf) dieser Idee anschloss und alle Christen aufforderte, in Gottesdiensten und privat für den Weltfrieden zu beten.

Neuapostolische Beteiligung seit 2005

Die Neuapostolische Kirche beteiligt sich seit 2005 an diesem Aufruf. Vor 14 Jahren hatte der damalige Stammapostel Wilhelm Leber einen Brief an alle neuapostolischen Gemeinden verfasst: „In mir ist der Wunsch gereift, dass sich auch unsere Kirche und damit alle neuapostolischen Christen in aller Welt in die Gebete um Frieden einbringen sollen.“