NAK International

Stammapostel: "Das Himmelreich ist nahe"

30.09.2012

Stammapostel Wilhelm Leber am Altar der Gemeinde Frankfurt-West

Eingeladen waren die Amtsträger der Neuapostolischen Kirche (Fotos: NAK HRS, J. Krämer)

Zürich/Frankfurt. Alle europäischen Seelsorger der Neuapostolischen Kirche – aktiv und im Ruhestand – waren am 30. September 2012 zu einem Gottesdienst für Amtsträger eingeladen. Diesen feierte Stammapostel Wilhelm Leber (65) in der Gemeinde Frankfurt-West. Seine Predigt wurde via Satellit auf viele Hundert Gemeinden in Europa übertragen. Es war der dritte Gottesdienst, den Wilhelm Leber als Stammapostel in Frankfurt hielt.

Im Mittelpunkt der Predigt von Stammapostel Wilhelm Leber stand die Aussage des Gottessohnes: "Geht aber und predigt und sprecht: Das Himmelreich ist nahe herbeigekommen" (Matthäus 10,7). Diesen Auftrag gab Jesus Christus nach biblischer Überlieferung den zwölf Aposteln mit auf den Weg. Auch heute solle diese Botschaft insbesondere für die Amtsträger der Kirche handlungsbestimmend und Motivation sein, so der Wunsch des Stammapostels.

So rief er die Diakone dazu auf, alle Gemeindemitglieder mit dem Gedanken zu erfreuen, dass das Himmelreich nahe und durch den Besuch der Gottesdienste erlebbar sei. Die priesterlichen Amtsträger sollten die Botschaft vom nahen Himmelreich im Gottesdienst verkündigen, wenn sie beten und predigen. Auch bei Seelsorgebesuchen solle das nahe Himmelreich immer ein Thema sein.

Jesus, auch heute gegenwärtig

Viele Menschen zu Lebzeiten Jesu hätten das Himmelreich auf Erden bereits als nahe erlebt. Der Stammapostel nannte beispielsweise die Frau am Jakobsbrunnen oder die Erlebnisse der Jünger auf dem Berg der Verklärung. Auch heute sei Christus gegenwärtig, so Stammapostel Leber in der Predigt. Allerdings sei der Verstand nicht in der Lage, das nahe Himmelreich im Gottessohn ganz zu verstehen. "Vieles ist heute für uns noch unvorstellbar, aber hier gilt es, auf Gott zu vertrauen", so der Stammapostel abschließend.

Bezirksapostel Jean-Luc Schneider (Frankreich), seit Pfingsten als Helfer des Stammapostels beauftragt, ging in der Predigt auf die Prüfungen ein, die Gott manches Mal zulasse. Wie ein Sieb, das geschüttelt wird, um Staub vom Korn zu trennen, würden uns manches Mal die Prüfungen für unseren Glauben treffen, so der Bezirksapostel. Die beste Motivation für alle Seelsorger in der Kirche sei die Liebe zu Gott: "Wenn das die Erkenntnis ist, dann kann das Böse schütteln und rütteln - wir bleiben treu." Auch die Bezirksapostel Wolfgang Nadolny (Berlin-Brandenburg) und Bezirksapostel Markus Fehlbaum (Schweiz) predigten mit.

Dank für allen Einsatz

Zu Beginn des Gottesdienstes hatte der Stammapostel den vielen Tausend Amtsträgern mit herzlichen Worten für ihren Einsatz gedankt: "Ihr tut es für Gott", rief er in Erinnerung. Auch den Ehefrauen und Partnerinnen dankte er für alle Unterstützung, Mithilfe und Gebete. Auch sie brächten manches Opfer für den Herrn. In seiner Dankesrede vergaß er nicht die vielen Amtsträger im Ruhestand – insbesondere ihre Treue und Unterstützung in Tat und Gebet seien sehr willkommen. "Wir nutzen die Gegenwart und wirken gemeinsam für die Sache Gottes."

Zudem gab er allen Zuhörern mit auf den Weg, sich angesichts der Ereignisse und Veränderungen nicht verunsichern zu lassen. Angelehnt an das Bibelwort aus 1. Petrus 4,12.13 gelte es, sich durch die Hitze der Zeit nicht befremden zu lassen. Es gelte, auf Christus zu schauen und bei seinem Wiederkommen die versprochene Freude und Wonne zu erleben. "Wir kämpfen um jeden", so der Stammapostel. Doch wenn jemand seinen eigenen Weg gehen wolle, dann könne man das manchmal nicht ändern.

Mehr als 45.000 Teilnehmer

In Frankfurt-West erlebten mehr als 570 Teilnehmer den Gottesdienst mit dem geistlichen Oberhaupt der neuapostolischen Christen. Europaweit waren es mehr als 45.000.

Neben den aktiven europäischen Bezirksaposteln waren auch Stammapostel i.R. Richard Fehr sowie einige Bezirksapostel im Ruhestand nach Frankfurt-West eingeladen. In der Gemeinde hatte Stammapostel Leber seine Jugendzeit verbracht, seinen ersten Amtsauftrag als Diakon empfangen und geheiratet. Als Stammapostel war es der dritte Besuch in Frankfurt. Voraufgegangen waren Gottesdienste am 11. Januar 2009 zur Ruhesetzung von Bezirksapostel Hagen Wend und der Ordination seines Nachfolgers Bernd Koberstein sowie ein Gottesdienst zu Erntedank am 3. Oktober 2010.

Erntedankfest 2012

Das Erntedankfest, das einige Christen bereits am 30. September 2012 feierten, begehen die neuapostolischen Gemeinden in diesem Jahr am kommenden Sonntag, 7. Oktober. Stammapostel Wilhelm Leber und Bezirksapostel Jean-Luc Schneider werden an dem Tag in Duisburg zum Zentralgottesdienst der Gebietskirche Nordrhein-Westfalen zu Gast sein.

Kategorie: NAKI News