NAK International

Viele Tote nach Naturkatastrophen im südlichen Pazifik

05.10.2009

Zerstörung auf Samoa (Foto: REUTERS)

Zürich. Eine Woche nach den verheerenden Naturkatastrophen im südlichen Pazifik ist das genaue Ausmaß der Schäden immer noch unklar. Schon jetzt steht fest: in Samoa, Philippinen, Indonesien sind viele Menschen umgekommen. Der im östlichen Teil von Samoa zuständige Bezirksapostel Leonard Kolb hat in einem ersten Notstandsbericht an den Stammapostel mitgeteilt, dass es viele Schäden gegeben habe, die Situation sei kritisch.

Die Glaubensschwester einer samoanischen Gemeinde beginnt ihren Augenzeugenbericht mit den Worten: „Unter Tränen schreibe ich diese Zeilen an alle, die an uns denken. Es sind die tragischsten Momente in unserem Leben.“ Zwar habe ihre Familie überlebt, doch seien die Eindrücke furchtbar: Tote, Verletzte, nach Familienangehörigen suchende Menschen. Es sei das erste Mal, dass sie so eine furchtbare Katastrophe miterleben müsse.

Die Neuapostolische Kirche USA hat den Bericht unserer Glaubensschwester auf ihrer Webseite veröffentlicht. Gleichzeitig teilt Bezirksapostel Kolb mit, dass er der Not leidenden Bevölkerung finanzielle Unterstützungen aus dem World Relief Fund der Kirche zukommen lassen wolle.

Die Situation in den Philippinen und auf Sumatra ist ebenfalls noch unklar. Auch hier gibt es viele Tote, Verletzte und Obdachlose zu beklagen. Bezirksapostel Urs Hebeisen schreibt in einem Brief an den Stammapostel: „Es tut gut zu wissen, dass ihr für uns betet!“

 

Im Pazifischen Ozean zwischen Hawaii und Australien liegen einige Tausend Inseln. Zu den größeren Inselgruppen zählen Samoa und Tonga. Samoa ist politisch geteilt: Die östlichen Inseln sind seit 1899 Territorium der USA, die westlichen wurden 1962 von Neuseeland unabhängig. Das Seebeben Ende September hatte eine Stärke von 8,3 und löste einen Tsunami von ungeheurer Wucht mit meterhohen Flutwellen aus. Bislang wurden 190 Tote geborgen.