NAK International

Pfingsten 2003: Neuapostolische Kirche erweitert offizielle Lehraussage zur Ersten Auferstehung

11.06.2003

Zürich. Stammapostel Richard Fehr nutzte den Pfingstgottesdienst 2003 aus Dortmund (siehe www.nak.org/news/20030609-d.html), um die Mitglieder der Neuapostolischen Kirche über die erweiterte offizielle Lehrauffassung zur Ersten Auferstehung zu unterrichten.

Zu Beginn des Gottesdienstes, der in viele Tausend neuapostolische Gemeinden in Europa, Südafrika und Südamerika via Satellit übertragen wurde, gab Stammapostel Richard Fehr das Pfingst-Grußwort für das Jahr 2003 bekannt:

"Selig ist der und heilig, der teilhat an der ersten Auferstehung. Über diese hat der zweite Tod keine Macht; sondern sie werden Priester Gottes und Christi sein und mit ihm regieren tausend Jahre." (Offenbarung 20, 6).

Im Anschluss daran erläuterte er die erweitere Lehrmeinung und sagte:

"Dieses Wort ist uns sehr vertraut. Wir verbinden damit unser Glaubensziel, die Wiederkunft Christi zur Heimholung der Braut. ‚Selig ist der und heilig' gilt denen, die in den beiden vorangehenden Versen näher beschrieben werden:

Vers 4, 1. Teil: "Und ich sah Throne und sie setzten sich darauf und ihnen wurde das Gericht übergeben." Mit dem Sohn Gottes auf seinem Thron zu sitzen und mit ihm zu regieren (Gericht) ist den Überwindern verheißen, die beim heimholenden Kommen Jesu dabei sind, nämlich der Braut.

Im weiteren sieht Johannes Seelen, die ebenfalls in den Vorgang der ersten Auferstehung miteinbezogen sind:

Vers 4, zweiter Teil und Vers 5: "Und ich sah die Seelen derer, die enthauptet waren um des Zeugnisses von Jesus und um des Wortes Gottes willen und die nicht angebetet hatten das Tier und sein Bild und die sein Zeichen nicht angenommen hatten an ihre Stirn und auf ihre Hand; diese wurden lebendig und regierten mit Christus tausend Jahre. Die andern Toten aber wurden nicht wieder lebendig, bis die tausend Jahre vollendet wurden. Dies ist die erste Auferstehung."

Damit ist nicht die Braut gemeint, sondern die Märtyrer. Sie haben sich nach der Heimholung der Braut während der Zeit der grossen Trübsal auf Erden zu Christus bekannt und wurden deshalb getötet.

Konsequenz:

An der ersten Auferstehung haben die Braut und zusätzlich auch die Märtyrer teil. Gemeinsam machen sie die Schar der Priester Gottes und Christi aus, die mit Christus im tausendjährigen Friedensreich regieren. Allen gilt: "Selig ist der und heilig, der teilhat an der ersten Auferstehung."

Die Auferstehung der beiden Gruppen geschieht jedoch nicht gleichzeitig. In der Zeit zwischen der Heimholung der Braut und der Auferstehung der Märtyrer findet im Himmel die Hochzeit des Lammes und parallel dazu auf Erden die große Trübsal statt.

Das Kommen Christi zur Heimholung der Braut ist und bleibt unser Glaubensziel!"