Humanitäre Projekte

Weltweit spenden neuapostolische Christen für Haiti

10.02.2010

Das Wichtigste sind Nahrung ... (Foto: unicef)

... und sauberes Trinkwasser (Foto: DRK)

Zürich. Die weltweite Solidarität mit den Menschen im Erdbebengebiet von Haiti ist überwältigend. Viele neuapostolische Gemeinden beteiligen sich an Spendenaktionen. Aus allen Gebietskirchen werden Aktionen berichtet. So schreibt beispielsweise Bezirksapostel Leslie Latorcai aus Kanada seinen Gemeindemitgliedern, dass über 120.000 Kanadische Dollar an das nationale Rote Kreuz übergeben werden konnten.

„In eurem Namen konnte die Neuapostolische Kirche Canada am 02. Februar 2010 einen Scheck in Höhe von 122.049,74 $ an das Kanadische Rote Kreuz überweisen“, schreibt der Bezirksapostel in einem auf der Webseite veröffentlichten Gemeindebrief.

Die Gebietskirche Schweiz hat eigens eine eigene Webseite “Erdbeben Haiti” eingerichtet. Die Gemeinnützige Stiftung der Neuapostolischen Kirche Schweiz beteiligt sich an Soforthilfemaßnahmen nationaler und internationaler Hilfsorganisationen. Und die Missionsstiftung der Neuapostolischen Kirche Schweiz überweist private Spenden an die Hilfsorganisation der Neuapostolischen Kirche USA, den World Relief Fund.

270.000 Liter sauberes Trinkwasser am Tag

Eine neuapostolische Mitarbeiterin des Technischen Hilfswerkes (THW) aus Plauen berichtet indes über ihren vierwöchigen Einsatz im Katastrophengebiet. Die ehrenamtlich tätige Laborantin betreut eine Hilfsgruppe bei der Erzeugung von Trinkwasser für die Hauptstadt Port-au-Prince und die Stadt Leogane. Wie sie meldet, sind bereits vier mobile Trinkwasser-Aufbereitungsanlagen in Betrieb genommen worden. Mit einer solchen Anlage können 30.000 Einwohner versorgt werden. Allein in der Hauptstadt sind an einem Tag 273.000 Liter sauberes Trinkwasser direkt an die betroffene Bevölkerung abgegeben oder in Zusammenarbeit mit anderen Hilfsorganisationen verteilt worden.

Das Missionswerk der Gebietskirche Süddeutschland unterstützt die Hilfsaktionen für Haiti mit 50.000 Euro – die gleiche Summe geht auch nach Malawi, wo es ebenfalls eine heftige Erdbebenserie gegeben hat (wir berichteten).

"... es braucht viele Monate"

Auf der Facebook-Seite der Neuapostolischen Kirche USA finden sich weitere interessante Informationen und Fotos. Ein Glaubensbruder und Arzt aus einer New Yorker Gemeinde berichtet, dass er im Krankenhaus von Jimani, einer Stadt nahe der Grenze zur Dominikanischen Republik, rund 70 Operationen durchgeführt habe. Viele Menschen werden Monate brauchen, bis sie sich einigermaßen erholen, so seine Einschätzung.

 

Das Erdbeben vom 12. Januar war das schlimmste seit über 200 Jahren und versetzte die Karibikinsel in den Ausnahmezustand. Die Zahl der getöteten Menschen wird mittlerweile auf über 200.000 geschätzt. Über drei Millionen Menschen sind auf Hilfe angewiesen.