Humanitäre Projekte

Erdbeben in Haiti tötet viele Menschen!

14.01.2010

Das schlimmste Beben seit 200 Jahren (Foto: REUTERS)

Zürich. Millionen von Menschen auf der Karibikinsel Haiti sind in Not, verletzt, verwundet, getötet, obdachlos! Auch von den rund 2.000 neuapostolischen Kirchenmitgliedern gibt es noch keine Nachricht. In der Hauptstadt Port-au-Prince herrscht das blanke Chaos. Mit 7,0 auf der Richterskala war das Erdbeben vom Dienstagabend eines der schlimmsten seit Jahrzehnten. Dabei gehört das Land ohnehin schon zu den ärmsten Ländern der Welt.

Bezirksapostel Leonard Kolb aus den USA ist verantwortlich für die Neuapostolische Kirche auf der Karibikinsel. In einem Gemeindebrief wendet er sich an seine Glaubensgeschwister und schreibt: „Wir wollen gemeinsam für die beten, die alles verloren haben, für die Menschen, die trauern und für die vielen Menschen ohne Hoffnung und Heim.” Der Bezirksapostel erinnert an den 80. Psalm: „Herr, Gott Zebaoth, tröste uns wieder; lass leuchten dein Antlitz, so genesen wir.“

Auch Stammapostel Wilhelm Leber ist erschüttert. Schon jetzt sei absehbar, dass Hunderttausende von Menschen dringend Hilfe bräuchten. Auch die Lage der neuapostolischen Glaubensgeschwister ist zurzeit ungewiss, so der Kirchenleiter. Der dort wohnende Bezirksälteste Thenor sei noch am Leben, wurde ihm gemeldet. Da eine regelrechte Kommunikation zum jetzigen Zeitpunkt völlig unmöglich sei, werde Bischof Segura aus der Dominikanischen Republik nach Haiti reisen, um vor Ort festzustellen, was getan werden kann.

Der Gemeindebrief von Bezirksapostel Kolb an seine nordamerikanischen Gemeinden steht auf der Webseite der Neuapostolischen Kirche USA.

 

Am späten Nachmittag des 12. Januar wurde Haiti von einem schweren Erdbeben der Stärke 7,0 erschüttert. Das Epizentrum lag ca. 15 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Port-au-Prince. Haiti ist das ärmste Land der westlichen Hemisphäre und gehört zur Gruppe der am wenigsten entwickelten Länder.