Humanitäre Projekte

Unterstützung für Flutopfer in Birma läuft an

06.06.2008

Verzweiflung, Fassungslosigkeit: Eine junge Mutter mit ihrem Kind vor den Trümmern ihrer Existenz (Foto: DWHH)

Bericht von DWHH-Koordinator Ralph Dickerhof

Dortmund. NAK-karitativ, die Hilfsorganisation der Neuapostolischen Kirche, hat sich nach langem Zögern entschlossen, die Nothilfeaktionen der Deutschen Welthungerhilfe in Myanmar/Birma zu unterstützen. Auf 50.000 Euro belaufen sich die Nothilfemaßnahmen, die dazu beitragen sollen, den Opfern endlich zu helfen.

Der Vorstand von NAK-karitativ hatte begründete Vorbehalte gegen eine finanzielle Beteiligung: Die politisch unsichere Lage, das menschenverachtende Regime im Land und die Unsicherheit, ob die Hilfe überhaupt bei den Bedürftigen ankommt. Erst ein Bericht der Mitarbeiter der Deutschen Welthungerhilfe direkt aus dem Katastrophengebiet führte zur Änderung der Einschätzung.

So berichtet der zuständige DWWH-Koordinator Ralph Dickerhof: „Müde, traurige Augen blicken mich an. Die drei birmanischen Kollegen sind gestern Nacht aus der Stadt Bogale zurückgekehrt. Sie gehören zum ersten Team der Welthungerhilfe, das vor acht Tagen den Weg in den Süden gewagt hat, um herauszufinden, wie und wo wir dort helfen können. (...) Zwei Wochen nach dem verheerenden Tropensturm haben wir eine gut funktionierende Versorgungskette etabliert. Hier, in der ehemaligen Hauptstadt Myanmars Yangon, können wir die Hilfsgüter beschaffen – zu derzeit erstaunlich stabilen und günstigen Preisen. Deshalb müssen wir noch kein Material mit dem Flugzeug importieren – und können somit Zeit, Geld und Energie sparen. (...) Fünf gemietete LKWs bilden nun einen Shuttle-Service, sie werden täglich mit rund fünf Tonnen Gütern beladen und in die Stadt Bogale fahren. Mindestens fünf Stunden dauert die Fahrt. Hindernisse sind durch tropischen Regen überflutete Straßen, morsche Holzbrücken und Kontrollpunkte. Für Ausländer wäre spätestens hier Schluss, aber zum Glück gibt es an der Kontrollstelle der Militärs bislang weder Probleme für unsere einheimischen Mitarbeiter noch für unsere Hilfsgüter."

Der ausführliche Bericht der DWHH (im PDF-Format) ist auf der Webseite von NAK-karitativ nachzulesen.