Humanitäre Projekte

NAK Nordrhein-Westfalen stellt Pläne für neues Seniorenzentrum vor

14.11.2006

Foto: heimifoto/L.Heimrath

Oberhausen. Die Neuapostolische Kirche Nordrhein-Westfalen will in Oberhausen ein weiteres Seniorenzentrum errichten. Auf einer Fläche von rund 20.000 m² soll mitten im Stadtteil Sterkrade ein Wohn- und Pflegezentrum entstehen. Rund 18 Millionen Euro will die Neuapostolische Kirche NRW in das Projekt investieren, das modernsten Pflegekonzeptionen gerecht wird. In einer Pressekonferenz am Donnerstag, 9.11.2006, wurde es der Öffentlichkeit vorgestellt.

Prof. Herbert Pfeiffer vom beauftragten Architekturbüro Pfeiffer, Ellermann und Preckel aus Lüdinghausen stellte die Pläne der Presse vor. Die Bebauung der Brachfläche hinter dem Technischen Rathaus der Stadt Oberhausen sei ein wichtiger Schritt der Weiterentwicklung der Sterkrader Innenstadt, betonte der städtische Bau -und Planungsdezernent Peter Klunk. Das Konzept, das die Neuapostolische Kirche mit dem preisgekrönten Entwurf des Lüdinghausener Architekturbüros vorlege, passe genau in das gewünschte Planungsvorhaben der Stadt Oberhausen, lobte Klunk.

Ein nach jetziger Planung maximal fünfgeschossiges Parkhaus soll die Gebäude des gesamten Komplexes gegen eine nahe gelegene Straße abgrenzen. Gleich zwei Problemstellungen könnten mit dem Parkhaus gelöst werden, so Prof. Pfeiffer. Die Lärmemission könne erheblich minimiert werden - erste Schallgutachten seien bereits eingeholt worden - und die durch die Bebauung des Geländes wegfallenden Parkplätze könnten ersetzt werden.

Das Raumangebot des Altenpflegeheims umfasst sieben Hausgemeinschaften. Im Erdgeschoss befinden sich zwei Gemeinschaften mit je zehn Bewohnern für Demenzkranke mit geschützten Freizeitbereichen und in den Obergeschossen fünf Hausgemeinschaften mit je 12 Bewohnern. Die Bewohnerzimmer gruppieren sich um einen großzügigen Gemeinschaftsbereich, der aus Hauswirtschaftsraum, Wohnraum, Wohnküche und Terrasse besteht. Die für eine eigenständige Haushaltsführung voll funktionsfähige Wohnküche ist das Zentrum des Alltags. Ziel dieses Konzeptes ist es, den Senioren zu ermöglichen, solange wie möglich ihre Selbstständigkeit zu erhalten mit einem Höchstmaß an individueller Hilfe. Alle Wohnungen sind barrierefrei, einige auch behindertengerecht ausgestattet. Sozialpädagogische Fachkräfte, so genannte Alltagsmanager(innen) sorgen für Service, Pflege und Betreuung.

Ergänzt wird das Raumangebot des Altenpflegeheims durch ein Café-Restaurant im Erdgeschoss und ein Veranstaltungszentrum mit einem etwa 200 Plätzen großen Saal. Hier ist sowohl an eine öffentliche Nutzung für diverse kulturelle Veranstaltungen gedacht als auch an die Möglichkeit, den Saal zu privaten Zwecken wie zum Beispiel Familienfeierlichkeiten zu mieten. Zudem will die Neuapostolische Kirche den Saal auch zu gottesdienstlichen Zwecken nutzen.

Wie Bischof Horst Krebs von der NeuapostolischenKirche NRW mitteilte, ist mit dem Baubeginn Mitte 2008 zu rechnen. Die Eröffnung des Zentrums ist Ende 2009 avisiert. Etwa fünfzig neue Arbeitsplätze sollen entstehen.

Einen ausführlichen Bericht mit Presseartikeln und Fotos lesen Sie auf der Webseite der NAK Nordrhein-Westfalen.

Kategorie: Deutschland