Berichte aus aller Welt

Goma im Ausnahmezustand

01.11.2008

Waffen sprechen im Kongo (Foto: dpa)

Zürich. Goma, Hauptstadt der Kivu-Provinz im Osten der Demokratischen Republik Kongo, versinkt im Chaos. Die kongolesische Armee hat die Stadt aufgegeben, Rebellenmilizen durchstreifen die Straßen, Menschen sterben oder fliehen. Auch unsere neuapostolischen Glaubensgeschwister in der Stadt und Umgebung sind betroffen, wir machen uns große Sorgen um sie!

Zwei Mitarbeiter der neuapostolischen Kirchenverwaltung in Goma konnten noch rechtzeitig evakuiert werden. Eine Rettungsaktion in letzter Sekunde brachte sie vorerst in Sicherheit. Apostel Bindu, der in Goma wohnt und für die kirchliche Arbeit im Nordosten der Provinz verantwortlich ist, weilt zurzeit in Frankreich. Er nahm am vergangenen Sonntag anlässlich der Ruhesetzung von Bezirksapostelhelfer Henri Higelin in Merlebach am Gottesdienst mit Stammapostel Wilhelm Leber teil. Seine Rückkehr ist zurzeit ungewiss. Er macht sich große Sorgen um seine Familie. Als er zuletzt mit seiner Frau telefonierte, hörte er Schüsse im Hintergrund. Über Rundfunk wird allen Bewohnern von Goma empfohlen, in ihren Häusern zu bleiben, die Lichter auszuschalten und so wenig Lärm wie möglich zu machen.

Noch wissen wir nicht genau, wie viele Menschen getötet wurden. In Goma befinden sich Zehntausende von Flüchtlingen, die in der Stadt Sicherheit suchen. Es herrscht Chaos.

Ein Waffenstillstandsabkommen mit den Rebellenmilizen wird derzeit ausgehandelt. Wir beten darum, dass wieder Frieden einkehrt und die Menschen mit dem Leben davonkommen.