Berichte aus aller Welt

Von Sachsen zurück nach Bayern

06.12.2005

Neustadt. Neustadt liegt im Bundesland Bayern. Die Gemeindemitglieder aus dem benachbarten Sonneberg gehörten sechs Jahrzehnte lang zur Gebietskirche Sachsen/Thüringen. Mit Wirkung vom 17.11.2005 wurde dies rückgängig gemacht, Sonneberg zählt wieder zu Bayern.

Apostel Dieter Prause, Gebietskirche Süddeutschland, hielt den Eingliederungsgottesdienst in der Gemeinde Neustadt bei Coburg (Bayern). Nach fast 60 Jahren wurden die Glaubensgeschwister der Gemeinde Sonneberg, Gebietskirche Sachsen/Thüringen, wieder in die bayerische Gemeinde eingegliedert, zu der sie bis zur Schließung der deutsch-deutschen Grenze kurz nach dem 2. Weltkrieg gehörten.

Im Oktober 1961 wurde die Stadt Sonneberg in die so genannte "5 km-Sperrzone" eingegliedert. Dies war ein erheblicher Rückschlag für die Gemeinde, die sich bis dahin gut entwickelt hatte. Ab 1. Januar 1962 durfte kein Bezirksamt mehr einreisen. Immer wieder stellte der damalige Bezirksälteste Karl Leutholf einen Antrag, die Gemeinde in Sonneberg besuchen zu dürfen. Vergeblich. Erst nachdem er sich an die Regierung in Berlin gewandt hatte, gestattete man ihm ab März 1964 die Einreise.

Nach der Grenzöffnung im Jahre 1989 war die Freude über die nun wieder möglichen Begegnungen zwischen den Geschwistern aus Sonneberg und Neustadt bei Coburg groß. Auf Grund der Gliederzahl der Gemeinde Sonneberg reifte in der letzten Zeit bei der Kirchenleitung der Entschluss, die in Sonneberg wohnenden Geschwister wieder in die Gemeinde Neustadt bei Coburg einzugliedern.

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