Berichte aus aller Welt

Projekt "Neues Gesangbuch": Offenes Singen in Dortmund

15.02.2003

Dortmund. Rund 300 Zuhörer und Mitwirkende hatten sich am Freitag, den 14. Februar in der Kirche Dortmund-Hörde eingefunden, um erstmalig einige Lieder aus dem neuen Gesangbuch kennen zu lernen. 2005 soll das "Jahrhundertprojekt" neues Gesangbuch der Neuapostolischen Kirche abgeschlossen sein (wir berichteten).

Bezirksältester Wolfgang Lack (48), Musiklehrer und Komponist aus Herford, führte durch den Abend. Zwei Wochen zuvor hatte Bezirksapostel Wilhelm Leber die Apostel, Bischöfe, Bezirksämter und deren Fachberater Musik mit Ehepartnern eingeladen, damit eine singfähige Gemeinde die neuen Lieder einstudieren konnte. Der Verlag Friedrich Bischoff (www.bischoff-verlag.de/), kircheneigener Verlag und Druckerei in Frankfurt, war mit seinem Übertragungswagen gekommen, um die Veranstaltung auf Video aufzuzeichnen.

Lasst uns fröhlich Lieder singen

Der Bezirksälteste Lack, der zugleich Mitglied der kircheninternen Projektgruppe Gesangbuch ist, wünschte der Gemeinde ein "lebendiges Zusammensein von lebendigen Menschen". Das Motto des Abends "Lasst uns fröhlich Lieder singen" war aber mehr als nur ein Ausschnitt aus einem bekannten Liedtext im nunmehr 80 Jahre alten Gesangbuch der Neuapostolischen Kirche. Es verdeutlichte auch, dass "Bewährtes erhalten wurde", so der Bezirksälteste. Viele bekannte Lieder bleiben uns also, einige erhalten eine neue, frische Melodie, bei anderen werden Textpassagen geändert. Dazu Lack: "Manche Texte sind durch die Vervollkommnung im Glauben genauer geworden, einige Melodien sind würdevoller und der Heiligkeit des Gottesdienstes angemessener."

Doch auch neue Lieder wird es im neuen Gesangbuch geben, beispielsweise "Ich singe dir mit Herz und Mund, Herr, meines Lebens Lust; ich sing und mach auf Erden kund, was mir von dir bewusst" - ein freudiges Lied "mit einer vornehmen Melodie", so Lack. Wie zu allen Liedern, gibt es auch hierzu sowohl eine dreistimmige als auch eine vierstimmige Orgelbegleitung, die Organisten wird's freuen! Auch deshalb, weil komplizierte Tonarten vermieden werden, die neuen Lieder werden maximal mit drei Vorzeichen ausgestattet.

 

Aushängeschild der Kirche

Das jetzige Gesangbuch ist fast 80 Jahre alt. Die Kirchenleitung der Neuapostolischen Kirche hatte sich bereits vor geraumer Zeit für eine Neuauflage entschieden. In rund 50 Sitzungen der Projektgruppe Gesangbuch, unter der Leitung von Bezirksapostel Fritz Nehrkorn (seit Juni letzten Jahres im Ruhestand) und in mehrfachen Abstimmungen mit dem Stammapostel und den Bezirksaposteln gewann das "Jahrhundertprojekt" erste Konturen. Dazu der Bezirksälteste Lack: "Es wird ein Gesangbuch von allen für alle." Immerhin, so Lack weiter, sei das neue Gesangbuch eine Art Aushängeschild für unsere Kirche. Er wünscht sich, dass sich die Glaubensgeschwister mit den Texten bzw. Textänderungen beschäftigen, "vielleicht in Gesprächskreisen, in Familien, in Jugendabenden".

 

Videoaufzeichnung

Die Einführung des neuen Gesangbuches wird engagiert und mit Feingefühl betrieben. Alle Glaubensgeschwister sollen sich mit diesem Projekt identifizieren können. Deshalb war der Bischoff-Verlag angereist, um eine Videoaufzeichnung des Abends zu produzieren. Dieses Video wird in alle Gebietskirchen Europas gehen, um einerseits den Fachberatern Musik und andererseits allen Geschwistern einen ersten Eindruck vom neuen Gesangbuch zu verschaffen.

Acht Lieder waren es übrigens, die in diesem lebendigen Zusammensein eingeübt wurden - die Notenhefte mussten am Ende der Veranstaltung zurückgegeben werden, denn noch singen wir aus unserem jetzigen Liederbuch. Doch die Vorfreude auf das neue hat seit diesem Abend eindeutig gewonnen. In Anspielung auf die Adventszeit vor Weihnachten, meinte der Bezirksälteste: "Dies ist ein langer Advent. Wir müssen noch warten, doch das Geschenk wird uns gefallen!"

Weitere Impressionen aus diesem offenen Singen sehen Sie auf der Homepage
des Bezirkes Dortmund-Süd (siehe www.nak-dortmund-sued.de/140203/singen.html).