9.2 Der Tod

Vom Tod wird in der Heiligen Schrift in unterschiedlichen Bedeutungen gesprochen.

Zunächst bezeichnet der Begriff den leiblichen Tod des Menschen, das Ende seines Erdenlebens. Wenn der Tod eingetreten ist, haben Seele und Geist den Leib verlassen.

Der „geistliche Tod“ ist die Trennung des Menschen von Gott, die durch ein Leben in Sünde hervorgerufen wird (Röm 6,23).

In der Heiligen Schrift ist zudem vom „zweiten Tod“ die Rede (Offb 20,6; 21,8). Damit ist die Trennung von Gott gemeint, die nach dem Endgericht wirksam wird.

Schließlich spricht die Heilige Schrift vom Tod als einer gottwidrigen Macht, die sowohl leibliches als auch geistiges Leben bedroht und zerstören will. Zuweilen wird diese Macht personal dargestellt (u.a. Offb 6,8).

Jesus Christus hat den Tod besiegt und damit dem Menschen den Zugang zum ewigen Leben ermöglicht (2Tim 1,9.10). Seine Macht zeigt sich bereits in den Totenerweckungen (Mt 9,18-26; Lk 7,11-15; Joh 11,1-45), vor allem aber in seiner Auferstehung (1Kor 15,54-57).

Am Ende der Dinge wird dem Tod alle Macht genommen (1Kor 15,26; Offb 20,14).

Siehe auch