8.2.2 Alttestamentliche Hinweise auf das Heilige Abendmahl

Im Alten Testament gibt es nicht nur viele Verweise auf den Sohn Gottes, sein Leiden und Opfer, sondern es werden auch Geschehnisse mit einem gewissen Bezug zum Heiligen Abendmahl berichtet. Im Rückblick können diese als Hinweise auf das von Jesus Christus gestiftete Sakrament verstanden werden. Durch sie wird deutlich, wie eng Alter und Neuer Bund aufeinander bezogen sind.

In 1. Mose 14,18-20 wird die Begegnung Abrahams mit dem Priesterkönig Melchisedek geschildert: Melchisedek, den der Hebräerbrief als Verweis auf Jesus Christus deutet, segnet Abraham und bringt ihm auch Brot und Wein (Vers 18). „Brot und Wein“ lassen an die Elemente des Heiligen Abendmahls denken. Dieser Zusammenhang wird noch deutlicher durch Hebräer 5,10, wo Jesus Christus „ein Hoherpriester nach der Ordnung Melchisedeks“ genannt wird.

Als weiterer alttestamentlicher Hinweis auf das Heilige Abendmahl kann die Speisung der Israeliten mit Manna während der Wüstenwanderung angesehen werden (2Mo 16,4-36). Manna wird als „Brot vom Himmel“ bezeichnet (Vers 4). Gemäß Johannes 6,35 nennt sich Jesus Christus das „Brot des Lebens“. Im Manna wird gleichsam etwas Größeres verheißen, eine Speise, die nicht nur den Leib, sondern den ganzen Menschen kräftigt und ihm zum Heil dient.

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