3.4.9.2 Jesus in Gethsemane

Nach dem Abendmahl ging Jesus mit den Aposteln in den Garten Gethsemane. Die menschliche Natur des Gottessohnes wird in seiner Furcht vor dem bevorstehenden Kreuzestod erkennbar. Er fiel in Demut und Gottergebenheit nieder und rang im Gebet: „Vater, willst du, so nimm diesen Kelch von mir; doch nicht mein, sondern dein Wille geschehe!“ (Lk 22,42). Danach erschien ein Engel, der ihn stärkte. Jesus stellte sich völlig unter den Willen seines Vaters — bereit, das Opfer zu bringen.

Danach wurde Jesus gefangen genommen. Judas Iskariot hatte ihn mit einem Kuss an die Kriegsknechte verraten. Der Herr machte nicht Gebrauch von himmlischen Mächten, um der Gefangennahme zu entgehen, sondern er trank den Leidenskelch, den ihm sein Vater gegeben hatte (Joh 18,11). Die Jünger verließen ihn und flohen.

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