Aktuelles Wort zum Monat

Juli 2020: In Freud und Leid: vertrauen!

In Notlagen, die ihn vor schier unlösbare Probleme stellen, ruft der Mensch nach einem starken Gott. „Herr, hilf!“ – So lautet das Gebet in unsicheren Zeiten. Ich denke an eine Bibelstelle, die sehr aussagekräftig ist: „Der Herr wird für euch streiten, und ihr werdet stille sein“, heißt es im 2. Mose 14,14. Damals ging es um den Weg, den das Volk Israel durch die Wüste machen sollte: Vor ihm lagen schier unüberwindbare Hindernisse, hinter ihm das ägyptische Heer des zornigen Pharaos. Die Israeliten gerieten in Panik und schrien zu Gott. Mose sagte ihnen, was zu tun war: „Vertraut auf Gott, seid still! Ist er auf unserer Seite, kann uns nichts passieren.“ Und wie wir aus dieser Geschichte erfahren, hat der Herr tatsächlich auf unerwartete und wirkungsvolle Weise eingegriffen und sein Volk errettet.

Auch wir werden bisweilen mit schwierigen Situationen konfrontiert. Dann ruft der Heilige Geist uns auf, nicht in Panik zu geraten oder gar Gott Schuld an unserer Misere zu geben. Stattdessen erinnert er uns daran, dass Gott uns errettet: Bald wird er uns auf beispiellose Weise erlösen, indem er seinen Sohn sendet, um uns zu sich zu nehmen. Jesus wird mit seinen Aposteln dafür sorgen, dass seine Braut für seine Wiederkunft bereit ist. Deshalb: Lassen Sie uns in der Anfechtung still bleiben, Gott vertrauen und den großen Augenblick unserer Entrückung betend vorbereiten.

Immer wieder erleben wir auch Zeiten, in denen es uns gut geht. Dann kommen wir vor Gott, loben und preisen ihn, weil wir wissen, dass wir das Gute seiner Gnade verdanken. Wir genießen die Freude und das Glück, das Gott uns schenkt. Auch in solchen guten Augenblicken unseres Lebens wollen wir uns betend auf die Wiederkunft Christi vorbereiten und nicht vergessen, dass Gott uns noch viel Schöneres schenken will: die ewige Gemeinschaft mit ihm!

Stammapostel Jean-Luc Schneider

(aus: „Unsere Familie“ 13/2020)