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April 2017: Gott und seine Schöpfung erkennen

Das Jahresmotto „Ehre sei Gott, unserem Vater“ beinhaltet drei Aufgaben, die wir uns für 2017 vorgenommen haben. Das Erkennen der Herrlichkeit Gottes und seines Wirkens steht ganz am Anfang. Die Herrlichkeit Gottes in ihrer Größe zu erkennen ist sehr anspruchsvoll. Mit dem Heiligen Geist aber ist es uns möglich, das Wirken Gottes zu erfassen. – Was gilt es denn zu erkennen?

  • Gott hat die sichtbare Welt geschaffen. Alles kommt von ihm. Sein Wille ist Ursprung von allem. Lasst uns Gott als Schöpfer anerkennen und keine Zweifel an seiner Urheberschaft auf­kommen: „Wenn sie aber schon über ihre Macht und Kraft staunten, hätten sie merken sollen, um wie viel mächtiger der ist, der das alles bereitet hat. Denn es wird an der Größe und Schönheit der Geschöpfe ihr Schöpfer wie in einem Bild erkannt“ (Weish 13,4–5).
  • Gott hat die unsichtbare Welt geschaffen. Neben der sichtbaren, materiellen Schöpfung hat Gott auch die geistige Welt geschaffen. Zu dieser Welt gehört die lebendige Seele des Menschen. Gott hat den Weg dafür gelegt, dass der Mensch in die Gemeinschaft mit ihm zurückkommen kann. „Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben“ (Joh 3,16). Das ist der Weg! So sagt es uns der Heilige Geist.
  • Gott stellt die Schöpfung allen Menschen zur Verfügung. Er ist und bleibt Eigentümer seiner Schöpfung. Und er sorgt dafür, dass alles in seiner Schöpfung weitergeht. Uns Menschen hat er die sichtbare Schöpfung zum verantwortungsvollen Umgang anvertraut: „… und machet sie euch untertan“ (1Mo 1,28). Wir wollen seine Schöpfung achtsam behandeln und mit den Ressourcen verantwortlich umgehen.

Wir wollen Gott als Schöpfer erkennen und anerkennen. Die sichtbare und unsichtbare Schöpfung ist für alle Menschen geschaffen. Dieses Erkennen ist Ausgangspunkt für unser Loben und Danken, und es ist Grundlage, dass wir von Gott sprechen und seine Herrlichkeit verkündigen.

In diesem Sinne wünsche ich uns großartige Einblicke in göttliche Dimensionen.

Stammapostel Jean-Luc Schneider (aus: UF 07/2017)