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August 1997: Unsere Stärke
"Wohl den Menschen, die Gott für ihre Stärke halten!" Diesen Rat aus Psalm 84 beherzigen leider nicht alle Menschen. Sie setzen statt dessen auf eigene Kräfte. Im irdischen Leben mag es noch möglich sein, auf die eigene Kraft zu bauen, doch wenn der Schritt vom Diesseits ins Jenseits getan werden muß, verlieren alle menschlichen Leistungen und Fähigkeiten ihre Bedeutung, sofern sie nicht auf das Göttliche ausgerichtet waren.
Nicht wenige halten gute Beziehungen für ihre Stärke. Diese können durchaus nützlich, wichtig und wertvoll sein. In jener Welt aber wird niemand, auch nicht der Herr Jesus oder Gott, nach irdischen Beziehungen fragen. Und wenn sie auf Erden ein Leben lang geholfen hätten - drüben nutzen sie nichts mehr. Dort gilt nur die innige und herzliche Beziehung zu Gott und seinem Altar. Schon hier ist diese Verbindung wertvoll, fließen uns doch daraus Gottes Lebenswort, Gnade und Vergebung, Trost, Frieden aus Jesu und Freude auch im Leid zu.
Es gibt viele Menschen, die halten Intelligenz, Wissen und Können für ihre Stärke. Ein Motto unserer Zeit nennt es beim Namen: "Wissen ist Macht!" Das trifft ohne Frage zu, denn Wissen und Können bewirken viel und verleihen im Alltagsleben eine gewisse Vorrangstellung. Aber täuschen wir uns nicht: Sie führen nicht zur Seligkeit.
Andere sehen Geld für ihre Stärke an. Mit Geld wird manches möglich, aber schon im irdischen Leben sind die erstrebenswertesten und wichtigsten Dinge nicht mit Geld zu erwerben. Man kann die Liebe eines Mitmenschen, man kann Wohlwollen, man kann Gesundheit nicht kaufen. Dennoch besteht für viele der Lebensinhalt darin, dem Geld nachzujagen und irdische Schätze zu sammeln. Doch was nützt dem Menschen aller Reichtum, wenn ihm die Sünden nicht vergeben werden, wenn der Herr die Schuld nicht bezahlt?
Darum bleibt es so wichtig: "Wohl den Menschen, die dich für ihre Stärke halten!" Wer das wirklich tut, der wird - wie es im Psalm weiter heißt - "dem Herrn von Herzen nachwandeln".
Herzlichst<br/> Ihr
Richard Fehr

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