Wort zum Monat

Mir wird nichts mangeln

Juni 2005

Wenn wir ganz realistisch unser Leben betrachten, den Ablauf der Tage, Wochen und Monate, alles, was auf uns einstürmt an Problemen und Einschnitten, dann gibt es vieles, was uns plagen kann, uns schmerzt, verletzt, ängstigt oder traurig macht. Dennoch gilt nach wie vor die Feststellung des Psalmdichters: "Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln!" (siehe Psalm 23,1). In unserem Glaubensleben brauchen wir keinen Mangel zu leiden, wenn wir uns an den Herrn halten. Das muss uns klar sein in der Tiefe der Seele.

Es ist durchaus möglich, dass hier und da Mangelerscheinungen auftreten; doch dürfen wir gewiss sein: Im Haus des Herrn können sie beseitigt werden.

Woran könnte es zum Beispiel mangeln?

Am kindlichen Glauben! Hand aufs Herz: Sind wir nicht alle schon einmal in eine solche Lebenslage gekommen, in der unser Glaube angefochten wurde und es dann am kindlichen Glauben und somit an Gottvertrauen gefehlt hat? Im Haus des Herrn kann dieser Mangel behoben werden, denn Glauben wird gewirkt durch das Wort Gottes, das an seinem Altar verkündigt wird.

Mitunter mangelt es auch am Frieden - er wurde uns geraubt, wir haben ihn verloren. Auch er kann im Haus Gottes neu empfangen werden. Nach jeder Sündenvergebung wird er vermittelt mit den Worten: "Der Friede des Auferstandenen sei mit euch!" Und wenn die Liebe zu Gott und dem Nächsten nachlässt, dann beheben wir diesen Mangel, indem wir uns neu auf das Wort des Apostels Paulus besinnen, dass die Liebe Gottes in unsere Herzen ausgegossen ist (siehe Römer 5,5), es in uns bewegen und der Liebe wieder neuen Raum schaffen. Sollte es an Freude fehlen, dann machen wir uns bewusst, dass es nichts Größeres gibt, als ein Kind Gottes zu sein. Es muss uns doch freuen, von Ewigkeit her erwählt zu sein, die Wiederkunft Christi erwarten zu dürfen und die Krone des ewigen Lebens zu empfangen. Und wer sich freut, besitzt Kraft, denn die Freude am Herrn ist unsere Stärke!

"Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln." Woran erkennt man einen guten Hirten? Er weidet und beschützt seine Herde, trägt den Schwachen, pflegt den Verletzten und sucht sogar den Verlorenen. Wer die Herde verlässt, ist allein - ohne Schutz und ohne Pflege; er wird Mangel leiden. Deshalb bleiben wir beim guten Hirten und vertrauen ihm, suchen in seinem Haus Gnade, Segen und Hilfe und erleben voller Freude und Dankbarkeit, dass uns nichts mangelt.

(Aus einem Gottesdienst des Stammapostels Fehr)

 

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