Wort zum Monat

Gottes Liebesruf

März 2005

Gott ruft zum Glauben an ihn, er ruft zur Gemeinschaft mit ihm und er ruft zum Dienst für ihn! Die Heilsgeschichte ist ein einziger Liebesruf Gottes. Berufen sind alle, die jemals von den Boten und Botinnen Gottes an seinen Altar geladen worden sind; sie haben eine göttliche Einladung erhalten. Doch der Allmächtige hat auch noch andere Wege, Menschen zu berufen, sei es durch Träume, durch Visionen oder durch Schicksale.

Viele sind berufen, aber nicht alle folgen dem Ruf und machen die Berufung fest. Sie schlagen die gnadenreiche Erwählung aus. Wer aber die Berufung fest macht, indem er das Wort Gottes, das in ihm Glauben schafft, annimmt und befolgt, empfängt den Heiligen Geist, und zwar auf dem Weg, den der Herr verordnet hat. Der Heilige Geist wird nicht gegeben durch eine plötzliche Erleuchtung bei einem Waldspaziergang, er wird nicht vermittelt durch Meditation und auch nicht durch Gebet und Buße im stillen Kämmerlein: Der Heilige Geist wird gespendet durch Gebet und Handauflegung eines Apostels.

Durch die Hinnahme des Heiligen Geistes ist die Liebe Gottes ausgegossen in unsere Herzen, wie es Apostel Paulus im Brief an die Römer bekundet hat (vgl. Römer 5,5). Und diese Liebe Gottes befähigt zu der Erkenntnis, dass denen, die berufen sind und Gott wieder lieben, alle Dinge zum Besten dienen (Römer 8,28). Gemeint ist damit das Glaubensleben, das zur Ausreife der Seele auf den Tag der Wiederkunft Jesu führen soll.

Belastungen, Prüfungen oder auch Zulassungen, beispielsweise in Form von Krankheiten, sind uns gegeben, damit uns das zum Besten dient. Um das erkennen zu können, bedarf es der Liebe zu Gott und seinem Werk, sonst könnte man verbittern und das Vertrauen in die göttliche Führung verlieren. Wo aber Liebe zum Herrn vorhanden ist, hat man Vertrauen, bleibt treu, folgt nach und erreicht das Ziel. Und man erkennt das Seligmachende, Stärkende, Tröstende im Werk Gottes, denkt daran, dass Wort und Gnade im Gottesdienst, die Hinnahme der Sakramente und der Frieden des Auferstandenen uns zum Besten dienen.

Der Prophet Jeremia hat die Botschaft Gottes verkündigt: "Ich weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe, spricht der Herr: Gedanken des Friedens und nicht des Leides, dass ich euch gebe das Ende, des ihr wartet!" (Jeremia 29,11). Die Zukunft, auf die wir hoffen, das Ende, auf das wir warten, ist die ewige Gemeinschaft mit Gott und seinem Sohn. Dann wird Gott abwischen alle Tränen, und "der Tod wird nicht mehr sein noch Leid noch Geschrei noch Schmerz" (Offenbarung 21,4).

(Aus einem Gottesdienst des Stammapostels)

 

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