Wort zum Monat

Heilig im Wandel

Februar 2005

Wenn der Apostel Petrus mahnt: "Wie der, der euch berufen hat, heilig ist, sollt auch ihr heilig sein in eurem ganzen Wandel" (siehe 1. Petrus 1,15), so erhebt sich die Frage: Ist das denn überhaupt möglich? Wir wissen um unsere Schwachheiten, begehen Fehler und Sünden, erliegen den Anfechtungen und betrüben immer wieder Gottes Angesicht. Dennoch: Besitzen wir eine ungefärbte Liebe zu Gott und seinem Werk und einen unerschütterlichen Glauben, so kann stets neu die Heiligung erfolgen, indem Gott mit den Gaben des Himmels in unser Leben eingreift und uns Gnade aus dem Opfer und Verdienst Christi zuteil werden lässt.

Geheiligt sind wir durch die Gotteskindschaft. Der himmlische Vater hat uns berufen durch die Erwählung von Ewigkeit und in seiner unendlichen Liebe durch die Wiedergeburt aus Wasser und Geist zu seinen Kindern gemacht. Nun gilt es, sich dieser Heiligung durch unseren Wandel würdig zu erweisen. Dies geschieht, indem wir uns immer wieder heiligen lassen.

Geheiligt werden wir durch das Wort göttlicher Predigt. Der Gottessohn betonte: "Ihr seid schon rein um des Wortes willen, das ich zu euch geredet habe." (Johannes 15,3). Daraus ersieht man, wie unendlich wichtig es ist, das in den Gottesdiensten Geist gewirkte Wort aufzunehmen, ins Herz einzubauen, zu bewahren und danach zu handeln.

Geheiligt werden wir ferner durch die Hinnahme der Gnade aus dem Opfer des Gottessohnes. Wenn alle Sünden abgewaschen sind, alle Schuld vergeben ist, kein Geist mehr Anrecht an uns hat, dann sind wir geheiligt. Und im Heiligen Abendmahl nehmen wir Leben und Wesen Jesu Christi in uns auf - eine Heiligung, wie sie tief gehender nicht sein kann.

Es liegt an uns, diese Gaben aus Himmelshöhen anzunehmen und umzusetzen, um in unserem Wandel heilig zu sein. Dazu gehört, den Frieden zu bewahren, den uns der liebe Gott schenkt. Nach jeder Sündenvergebung wird der Frieden des Auferstandenen auf unsere Seele gelegt. Führen wir ein Leben in Gottesfurcht, wie es der Apostel Petrus empfahl, und bleiben wir in der ersten Liebe, damit wir nicht lau im Glauben werden! Wir wollen warm sein für den Herrn und kalt für die Welt, damit Gott uns nicht ausspeien muss aus seinem Munde. Das würde bedeuten, dass unser Name von Gott nicht mehr genannt würde. Welch eine Tragödie, nachdem er uns erwählt und soviel Gnade geschenkt hat!

Heilig zu wandeln setzt auch treue, freudige Nachfolge und ein inniges Gebetsleben voraus. Das führt zu völligem Einssein mit dem dreieinigen Gott und den Gesandten Jesu und bewirkt, dass wir dem Bild unseres Meisters Christus immer ähnlicher und damit heilig werden.

(Aus einem Gottesdienst des Stammapostels)

 

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