Wort zum Monat

Die wertvollste Perle

Februar 2001

Das Grösste, was ein Mensch auf Erden erwerben kann, ist die Gotteskindschaft. Der Herr Jesus verglich einmal das Himmelreich mit einem Kaufmann, der gute Perlen suchte. Als er dann eine besonders kostbare Perle fand, ging er hin und verkaufte alles, was er besass, und erwarb das wertvolle Schmuckstück. (Matthäus 13, 45. 46).

Menschen suchen vielerlei: diesen den Sinn des Lebens, eine Erfüllung des Daseins, höhere Werte; jene Liebe und Anerkennung; andere wiederum Ehre und Ruhm, Macht, Einfluss und Besitz. Sie jagen nach hundert Dingen und erreichen mitunter auch das eine und andere, sind darüber einen Augenblick glücklich. Für das irdische Leben mag manches einen Wert haben, doch was bleibt davon?

Wir haben - wie jener Kaufmann in Jesu Gleichnis - die kostbare Perle gefunden. Aus Gnaden dürfen wir Gottes Kinder sein! Nun kommt es darauf an, diese Perle sorgsam zu bewahren. Wir könnten sie verlieren, weil wir gleichgültig und unaufmerksam sind, sie könnte uns gestohlen werden, weil Zweifel und Ärgernisse die Tür zur Schatzkammer des Glaubens aushebeln, wir könnten sie weggeben, weil wir andere "Schmuckstücke" für schöner und reizvoller erachten.

Man hat den Toten schon Schmuck ins Grab gelegt, anderen Geld oder Speise und Trank mitgegeben für ihre lange "Reise ins Totenreich". Das mag gut gemeint gewesen sein, aber genutzt hat es nichts. Nichts konnte mitgenommen werden. Als man vielleicht nach Hunderten von Jahren die Grabkammern öffnete, fand man den Schmuck und das Geld, nur noch für die Archäologie von geschichtlichem Wert.

Seien wir uns immer bewusst, dass die Gotteskindschaft das Wertvollste, das Wichtigste darstellt, was wir besitzen. Während alles Irdische vergeht, bleibt sie in Ewigkeit. Deshalb setzen wir alles daran, treue Kinder Gottes zu bleiben, von Jesu geliebt und vom himmlischen Vater gelenkt und geleitet zu werden. Dann löst der Herr am Tag seiner Wiederkunft das uns aus Gnaden geschenkte Unterpfand zur Herrlichkeit ein.

Herzlichst,<br/> Ihr

Richard Fehr