Wort zum Monat

Den Glauben stärken

November 2000

In unseren Tagen, der Zeit vor der verheißenen Wiederkunft Christi, breitet sich der Unglaube aus, verdrängt Aberglaube vielfach die christliche Botschaft, werden die Anfechtungen bedrohlicher, wächst der Zweifel. Nicht ohne Grund hat der Herr Jesus im Hinblick auf diese Entwicklung die Frage gestellt: "Doch wenn des Menschen Sohn kommen wird, meinst du, dass er auch werde Glauben finden auf Erden?" (vgl. Lukas 18, 8). Deshalb ist es besonders wichtig, dass der Glaube immer wieder gestärkt wird. Auf dem Weg zum Ziel bedarf es Tag für Tag Substanz und Kraft des Glaubens.

Schon am Anfang der Menschheitsgeschichte wurde der Glaube angefochten. Mit dem Zweifel an Gottes Wort begann die erste Sünde. Indem die ersten Menschen sich von der Schlange einreden liessen: "Ja, sollte Gott gesagt haben..." (vgl. 1. Mose 3, 1), frass der Zweifel so lange in ihnen, bis sie gegen Gottes Gebot verstiessen. Diese Taktik verfolgt der Teufel auch heute: Hier ein wenig Ärger, dort ein bisschen Argwohn, und schon wachsen Unsicherheit und Zweifel. Deshalb muss der Glaube immer neu gestärkt werden!

Aus dem ersten Zweifel entstand eine Kettenreaktion. Gott vertrieb Adam und Eva aus dem Garten Eden; im Schweisse ihres Angesichts müssen die Menschen seitdem ihr Brot essen und mit Schmerzen Kinder gebären. Als Kain bemerkte, dass Gott den Abel und dessen Opfer gnädig ansah, ihn aber und sein Opfer nicht, wurde er neidisch. Er erschlug seinen Bruder. Zum ersten Mal kam der Tod als der Sünde Sold über die Menschen. Auf Neid und Brudermord folgte eine weitere Sünde: die Lüge. Denn Kain antwortete auf Gottes Frage nach Abel: "Ich weiss nicht; soll ich meines Bruders Hüter sein?" (vgl. 1. Mose 4, 9).

Unterschätzen wir die Gefahr des Zweifels nicht! Stellen wir ihm unseren starken, lebendigen Glauben entgegen. Wenn der Zweifel zu nagen beginnt, dann wehren wir den Anfängen und nehmen Gottes Wort umso intensiver auf. Daraus erwächst uns die Kraft, den Anfechtungen zu widerstehen. Nutzen wir die Gottesdienste als das wertvollste Angebot, den Glauben zu stärken, Vergebung der Sünden zu finden und im Heiligen Abendmahl Gemeinschaft mit dem Herrn zu haben!

Herzlichst,<br/>Ihr

Richard Fehr

 

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