Wort zum Monat

Die Wahrheit tun

März 2000

Als der Herr Jesus vor Pilatus stand und bekannte, er sei in die Welt gekommen, um für die Wahrheit zu zeugen, fragte der römische Statthalter: "Was ist Wahrheit?" (vgl. Johannes 18, 38). Dieser vornehme Römer hatte in seiner Laufbahn gewiss schon viele Intrigen und Machenschaften erlebt, weshalb er wohl bezweifelte, ob es überhaupt objektive Wahrheit gibt. Im menschlichen Leben mag es oft schwer fallen, den Wahrheitsgehalt einer Aussage oder den genauen Ablauf eines Ereignisses zu ergründen. An der göttlichen Wahrheit jedoch lässt sich nicht rütteln.

Was ist göttliche Wahrheit?

Zu allererst die Weltordnung, das Gesetz von Aussaat und Ernte. Vergessen wir nie: Was der Mensch sät, das muss er ernten. Hätte man diese zwangsläufige Folge immer vor Augen, wäre man oft vorsichtiger bei der Aussaat.

Gott bestimmte auch, dass der siebte Tag, an dem er von allen seinen Werken ruhte, geheiligt ist und heilig gehalten werden soll. Wie nie zuvor wird dieses Gebot heutzutage missachtet. Als Kinder des Höchsten wollen wir uns an den Hinweis Jesu im Gespräch mit Nikodemus halten: "Wer aber die Wahrheit tut, der kommt an das Licht, dass seine Werke offenbar werden; denn sie sind in Gott getan" (Johannes 3, 21).

Der Herr Jesus bekannte von sich: "Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben" (vgl. Johannes 14, 6). So sind auch Jesu Gebote und Hinweise Wahrheit. Was hat der Gottessohn beispielsweise geboten? "Du sollst lieben Gott, deinen Herrn, von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüte". Und: "Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst" (vgl. Matthäus 22, 37-39).

Das allumfassende Wirken des Heiligen Geistes - nicht nur am Altar, sondern in uns allen bringt uns immer neu in die Wahrheit. Der von Gott gesandte Tröster erweckt Gedanken, fördert Empfindungen und gibt Anregungen, sodass wir wunderbar geführt und geleitet werden. Göttliche Wahrheit sind auch die Verheissungen des Vaters und des Sohnes. Wir warten darauf, dass der Herr Jesus wiederkommt und die Seinen zu sich nimmt. Somit wandeln wir in der Wahrheit und kommen ans Licht, zu Gott, der Quelle des Lichts. Und dort werden die Werke offenbar, die in Gott getan sind: Werke des Glaubens, der Liebe, des Opferns, der Treue, des Einsseins!

Herzlichst,<br/>Ihr

Richard Fehr

 

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