Wort zum Monat

Friede sei mit euch

September 1999

Der Stand der Gotteskinder hat einen besonderen Frieden. Es ist jener Friede, den Jesus Christus schon damals den Seinen entgegen brachte, als er nach seiner Auferstehung in den Kreis der Jünger trat mit dem Gruß: "Friede sei mit euch!". In seinen Abschiedsreden zeigte der Gottessohn den hohen Wert dieses Friedens auf: "Den Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht gebe ich, wie die Welt gibt" (vgl. Johannes 14, 27). Frieden ist ein kostbares Gut. Krieg bringt nur Leid, Verderben, Zerstörung, Vernichtung. In Friedenszeiten dagegen schweigen die Waffen, Aufbau und Vermehrung sind möglich, der Handel blüht, Wohlstand und Fortschritt wachsen und gedeihen.

Wenn der Frieden aus Christo Jesu, der nach jeder Sündenvergebung neu übermittelt wird, in unseren Herzen regiert, müssen die Waffen des Bösen schweigen. Was sind seine Waffen? Neid, Geiz, Hass, Missgunst und viele andere ungute Dinge. Sie belasten oft den schönen Stand der Gotteskindschaft schwer. Weisen wir sie doch zurück, bringen wir sie doch zum Schweigen!

Friedenszeiten sind Epochen des Aufbaus. Wir wollen tatkräftig an unserem Seelengebäude arbeiten, damit es zur baldigen Vollendung kommt. In Friedenszeiten findet auch Ausbau und Vermehrung statt. Lasst uns das Werk Gottes in alle Richtungen verbreiten und überall letzte Seelen finden.

Friedenszeiten geben Gelegenheit zur Besinnung. Man macht sich Gedanken darüber, was bleibt, was wichtig, was wertvoll, was groß und was klein ist; man überlegt sich, was man tun und was man lassen muss. Wir wollen uns stets auf das Wesentliche, das Göttliche, auf die verheißene Wiederkunft Jesu und die ewige Gemeinschaft mit Gott besinnen. Wir wollen daran denken, wie ein reges Gebetsleben die Kräfte des Himmels bewegt und Frieden schenkt. Würde der Krieg der Geister toben, wäre es unmöglich, zur Besinnung zu kommen.

In Friedenszeiten blüht der Handel. Der Begriff hat einen weitergehenden Sinngehalt, den der Herr Jesus gemeint hat, als er dazu aufforderte: "Handelt, bis dass ich wiederkomme!" Er will uns handlungsfähig, will uns tätig sehen in der Liebe zu Gott und dem Nächsten, im Vergeben, im Nachfolgen, im Opfern. Sorgen wir deshalb dafür, dass uns der Frieden erhalten bleibt. Dann fühlen wir uns wohl und schreiten in der Erkenntnis fort. Und sollte der Frieden doch einmal im Alltag, in Glaubenskämpfen, in Belastungen, in Anfechtungen verloren gehen, dann eilen wir zu dem Ort, an dem der Friede des Auferstandenen immer wieder neu in unser Herz gelegt wird: an den Altar Gottes!

Herzlichst,<br/> Ihr

Richard Fehr

 

 

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