Wort zum Monat

Jesum lieben

Mai 1999

Der Herr Jesus hat eine Wechselwirkung genannt, die es zu erkennen gilt: Wenn man ihn liebt, hält man seine Gebote, und man hält sie, weil man ihn liebt. Die Vielzahl der Gebote und Gesetze, die dem ersten Bundesvolk gegeben waren, hat der Gottessohn auf einen Nenner gebracht: "Du sollst lieben Gott, deinen Herrn, von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüte" und "Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst" (vgl. Matthäus 22, 36 - 40).

Ganz leicht ist es nicht, Gott über alles zu lieben, ihm immer die erste Stelle einzuräumen. Und auch das andere Gebot zu erfüllen, den Nächsten zu lieben wie sich selbst, bereitet oft Mühe. Trotzdem ist es den Kindern Gottes, wenn sie sich nur anstrengen, möglich, diese Gebote zu halten. "Denn", so bekennt Apostel Paulus im Brief an die Römer: "die Liebe Gottes ist ausgegossen in unser Herz durch den Heiligen Geist" (Römer 5, 5). Wenn wir dieser Liebe Raum schaffen, damit sie sich entwickeln und wachsen kann, dann empfangen wir die Kraft, die Gebote Jesu zu halten.

Gott hat uns zuerst geliebt. Davon wußte schon der Prophet Jeremia lange vor Jesu Geburt zu rühmen: "Ich habe dich je und je geliebt; darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Güte" (Jeremia 31, 3). Aus Liebe zu den Menschen sandte Gott seinen Sohn, aus Liebe brachte Jesus Christus sein Opfer, um die in Sünde gefallene Menschheit vom Anrecht des Bösen zu befreien und dadurch ihre Erlösung zu ermöglichen. Diese Liebe gilt auch uns, die wir fast zweitausend Jahre später über diese Erde gehen. Wenn wir bedenken, welche Kräfte sich in der Liebe Gottes entwickelten, um unsere Seelen zu gewinnen, sollte es uns nicht schwer fallen, diese Liebe von ganzem Herzen, ganzer Seele und ganzem Gemüte zu erwidern und darüber hinaus allen Menschen vorurteilsfrei, freundlich und hilfsbereit zu begegnen.

Dies sollten wir umso eifriger tun, als der Herr Jesus eine Zusage daran geknüpft hat: "Wer mich aber liebt, der wird von meinem Vater geliebt werden, und ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren" (Johannes 14, 21). Was kann es Schöneres geben?

Die Liebe zu Jesum ist das Geheimnis unserer Kraft. Aus dieser Liebe entspringt die Kraft zum Glauben, zum Opfern, zur Nachfolge. Und im Gegenzug offenbart sich uns der Herr in seinem Wort der Wahrheit, das Licht und Leben bringt, in die rechte Freiheit führt, Frieden, Freude und Trost vermittelt.

Herzlichst,<br/> Ihr

Richard Fehr

 

 

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