Wort zum Monat

Gott wurde Mensch

Dezember 1998

An Weihnachten gedenken wir der Geburt Jesu in Bethlehem. Es ist schön, daß es in unserem Kalender einen Tag gibt, der daran erinnert. Wichtig ist, daß in Jesu Christo Gott Mensch wurde und durch sein Opfer am Kreuz die Möglichkeit schuf, die in Sünde gefallenen Menschen mit dem Schöpfer zu versöhnen.

Der Geburt Jesu ging viel voraus. Die Geschichte berichtet, daß der römische Kaiser Augustus eine Volkszählung zur Steuerschätzung angeordnet hatte. Dieses Unterfangen war nicht so einfach zu bewerkstelligen wie heute; es war nicht damit getan, einen Fragebogen auszufüllen. Damals mußte jeder in seine Vaterstadt reisen, um sich dort erfassen zu lassen. Somit waren auf Gebot des Kaisers ganze Völkerscharen unterwegs, was bei den damaligen Verkehrsverhältnissen ohne Frage sehr mühsam und mit Strapazen verbunden war. Diese irdischen Geschehnisse ereigneten sich jedoch im Vollzug göttlicher Planung. Maria sollte den Gottessohn gebären, und zwar in Bethlehem, wie die Propheten Jahrhunderte zuvor angekündigt hatten. Joseph stammte aus dieser Stadt; deshalb mußte er mit seiner schwangeren Frau dorthin reisen - scheinbar auf Gebot des Kaisers, tatsächlich aber, damit sich die Schrift erfüllte!

In unserer aufgeklärten Zeit, in der alles analysiert und hinterfragt wird, wollen viele diese Tatsache nicht wahrhaben. Für sie klingt der biblische Bericht, daß Maria vom Heiligen Geist schwanger wurde, wie ein Märchen aus dem Orient. Den Hirten auf dem Felde haben die Engel verkündigt: "Euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr" (vgl. Lukas 2, 11). Wer diese göttliche Botschaft im Glauben erfaßt, wird auch die übernatürliche Menschwerdung des Gottessohnes nicht in Frage stellen. Apostel Johannes kennzeichnete dieses Geschehen in seinem Evangelium unmißverständlich: "Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit" (Johannes 1, 14). Daran wollen wir uns halten! Und wenn wir in der Weihnachtszeit der Geburt des Heilandes besonders gedenken, dann tun wir es in dem Bewußtsein: Jesus Christus, der Mensch gewordene Gott, hat Hölle und Tod überwunden, besiegt; er wird seine Verheißung erfüllen, wiederkommen und die Treuen in die ewige Gemeinschaft mit dem himmlischen Vater führen!

Friedevolle Weihnachten,<br/> Ihr

Richard Fehr

 

 

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