Wort zum Monat

Werke des Glaubens

Juni 1998

Dem Hinweis von Apostel Jakobus, daß der Glaube ohne Werke ebenso tot ist wie ein Leib ohne Geist (vgl. Jakobus 2, 26), kommt für unser Glaubensleben besondere Bedeutung zu. Wie entsteht denn unser Glaube? Er ist nicht nur eine Gnadengabe Gottes, denn Apostel Paulus schrieb: "So kommt der Glaube aus der Predigt, das Predigen aber durch das Wort Gottes" (Römer 10, 17). Erzeugt und vermehrt wird der Glaube also durch Gott und sein Wort. Ob er aber lebt und sich entfaltet, zeigt sich in den Werken des Glaubens.

Was sind denn Werke des Glaubens? Allen voran sei die Hoffnung genannt. Im Hebräerbrief ist zu lesen: "Lasset uns halten an dem Bekenntnis der Hoffnung und nicht wanken; denn er ist treu, der sie verheißen hat" (Hebräer 10, 23). Wir glauben fest, daß sich die Verheißung Jesu, wiederzukommen und die Seinen zu sich zu holen, erfüllen wird, denn seine Worte sind heilig und wahr.

Ein weiteres Werk des Glaubens ist das Einssein. Der Herr Jesus betete darum, daß die Seinen eins sein mögen (vgl. Johannes 17, 11). Es ist das Herausragende in der Gemeinschaft der Kinder Gottes, daß sie in aller Welt in der Einheit des Geistes miteinander verbunden sind. Dieses Einssein macht stark und bringt Gottes Volk voran.

Zu den Werken des Glaubens zählt ferner die Seelen- und Nächstenliebe. Ein Schriftgelehrter wollte vom Herrn Jesus einst wissen, wer denn der Nächste sei, den er nach dem Gebot lieben solle. Der Gottessohn antwortete mit dem Gleichnis vom barmherzigen Samariter (vgl. Lukas 10, 29-37). Mit Seelen- und Nächstenliebe kann jeder als Samariter unserer Zeit im Auftrag Gottes den geistlich Geschlagenen Hilfe bringen.

Als weiteres Werk des Glaubens sei das Gebetsleben erwähnt. Wer im Vertrauen betet und die Seele mitschwingen läßt, zeigt nicht nur, daß sein Glaube lebt - er bewegt auch Kräfte des Himmels. Sorgen wir dafür, daß unser Glaube lebt und sich unter Wort und Gnade entfaltet. Je lebendiger der Glaube, desto kraftvoller seine Werke!

Herzlichst,<br/> Ihr

Richard Fehr

 

 

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