Wort zum Monat

Gesunde Seelen

März 1998

Es ist wohl der Wunsch aller Menschen, gesund zu sein. Wie viele gäben ein Vermögen dafür hin! Der Gesunde weiß oft nicht, welchen Reichtum er damit besitzt. Wie aber steht es mit dem Verlangen nach seelischer Gesundheit, dem Heil der Seele? Dabei sollte man sich um die seelische Gesundheit mindestens genau so kümmern wie um die körperliche. Schließlich lebt die Seele in Ewigkeit, während der Leib vergeht.

Als der Herr Jesus durch Märkte und Städte ging, brachte man die Kranken zu ihm. "Und alle, die ihn anrührten, wurden gesund", heißt es darüber im Markusevangelium (Markus 6, 56). Diese Wunder damals bezogen sich auf das leibliche Wohlergehen der Menschen. Doch Jesus Christus war auf die Erde gekommen, um durch sein Opfer die Menschen von der Sünde zu erlösen, sie seelisch zu heilen. Dazu trägt jede Berührung mit dem Herrn bei; sie ist in vielfältiger Weise möglich.

So ist das gläubige Annehmen des Wortes Gottes eine solche Berührung. "Ihr seid schon rein um des Wortes willen, das ich zu euch geredet habe", lehrte Jesus seine Jünger (Joh. 15, 3). Wenn wir Gnade und Vergebung empfangen, haben wir ebenfalls Berührung mit dem Herrn, die uns gesund macht. Und bei der Feier des Heiligen Abendmahls nehmen wir Wesen, Sinn und Geist Christi in uns auf. Auch unsere Opfer, die Verbindung mit den Gesandten Jesu, und ein reges Gebetsleben sind Berührungen mit dem Herrn.

Über allem aber steht die Liebe Gottes, die in uns ausgegossen ist durch die Gabe des Heiligen Geistes. Apostel Johannes hat es beschrieben: "Gott ist die Liebe; und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm" (1. Joh. 4, 16). Welch eine beispiellose Berührung!

Lassen wir uns durch solche Berührungen heilen. Die gesunde Seele ist bereit zur Herrlichkeit.

Herzlichst,<br/> Ihr

Richard Fehr

 

 

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