Wort zum Monat

Hilfe von oben

Oktober 1997

Als Gideon den Auftrag erhielt, das Volk Israel zum Sieg über die Feinde zu führen, erbat er von Gott eine Bestätigung: Zum Zeichen dafür, daß der Herr ihn tatsächlich zum Feldherrn bestimmt hatte, sollte ein auf die Tenne gelegtes Fell vom Tau befeuchtet werden, rundum jedoch alles trocken bleiben. Gott, der Herr über die Naturgesetze, lieferte den Beweis seiner Allmacht - auf Gideons Bitte hin sogar zweimal (siehe Richter 6, 37 - 40).

Eine Begebenheit aus alter Zeit. Was hat sie uns heute zu sagen?

Auch wir dürfen den himmlischen Vater darum bitten, er möge uns zeigen, daß wir seine Kinder sind, daß er uns liebt, daß er uns erwählt hat und uns hilft. Zur Antwort erwarten wir nicht, daß Naturgesetze außer Kraft gesetzt werden; es gibt in unserem Glaubensleben Hinweise und Zeichen genug, die uns trösten, stärken und erfreuen.

"Ich will eine Hilfe schaffen dem, der sich darnach sehnt", ließ der Herr durch den Psalmisten sagen (vgl. Psalm 12, 6). Erkennen wir auch darin ein Zeichen seiner Liebe. Schon im Alltag, wenn man die Hilfe eines Menschen erfährt, erlebt man, wie wertvoll solch ein Liebesdienst ist. Wieviel größer und bedeutungsvoller ist jedoch die Hilfe Gottes, die er uns stets neu zuteil werden läßt.

Denken wir vor allem auch an die Hilfe Gottes, die in der Gnade Jesu Christi und in dem Trost des Heiligen Geistes liegt. Wer Gottes Wort im Glauben aufnimmt, es im Herzen bewegt und danach handelt, erhält Licht, Kraft und Leben. Und aus dem Verdienst des Opfers Jesu nehmen wir Gnade um Gnade. Der Heilige Geist schließlich führt in alle Wahrheit und Klarheit. Welch eine unermeßliche Hilfe!

Die größte Hilfe wird uns jedoch widerfahren, wenn der Herr Jesus seine Verheißung erfüllt und wiederkommt, um die Seinen zu sich zu nehmen. Sehnen wir uns nach dem Tag des Herrn? Sehnen ist ein brennendes Verlangen, ein Ausdruck der Liebe. Durch den Heiligen Geist ist die Liebe Gottes in unsere Herzen ausgegossen; sie erweckt und erhält das Sehnen nach des Herrn Hilfe, die im höchsten Ausmaß am Tag der Ersten Auferstehung in Erscheinung treten wird.

Herzlichst<br/> Ihr

Richard Fehr

 

 

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