Wort zum Monat

Wer sind wir?

Juli 1997

Als der Herr Jesus wenige Tage vor seinem Opfertod in Jerusalem einzog, erregte sich die ganze Stadt, so lesen wir in der Heiligen Schrift. Die Leute auf den Straßen jubelten ihm zwar zu, fragten aber auch: "Wer ist der?" Nach den gewaltigen Predigten, die der Gottessohn vor Tausenden von Zuhörern in Städten und Dörfern gehalten, nach den vielen Wundern, die er vollbracht hatte, indem er Tote auferweckte, Lahme gehend, Blinde sehend und Aussätzige rein machte, hätte das Volk eigentlich wissen müssen, wer Jesus Christus war.

Auch heute begegnet uns die Frage: "Wer sind diese?" Manch einer hat schon die neuapostolischen Gottesdienste besucht, war angetan vom Glauben, der Hinwendung zu Gott, von der Wärme und der Freude in der Gemeinde, erlebte den Gemeinschaftssinn, die Opferbereitschaft, den Willen zur Nachfolge. Und doch fragte man: "Wer sind diese?" Obwohl man ihnen den Erlösungsplan Gottes, wie aus der Bibel ersichtlich, erläutert hat, erkennen viele nicht, worum es wahrhaftig geht: um die Zubereitung auf den Tag der Wiederkunft Jesu.

Entscheidend ist für uns als neuapostolische Christen die Frage: "Wissen denn wir, wer wir sind?" Wir sind Gottes Kinder und damit Erben seines Reiches! Wir hören auf das Wort des himmlischen Vaters, bleiben im Schoß der Gemeinde. Wir empfangen für unser Glaubensleben Kraft, Sicherheit und Freude aus dem Wort Gottes, Frieden und Gerechtigkeit aus den Sakramenten. Wir sind solche, die fest glauben. Wir sind Beter, die die Kräfte des Himmels bewegen. Wir sind Opferer, die den Segen Gottes empfangen wollen. Vor allem aber warten wir auf das Kommen Jesu Christi - das ist keine Träumerei, kein religiöses Wunschdenken, das ist unsere Zukunft!

Wir wissen, wer wir sind. Deshalb nehmen wir unseren Glauben ernst, bleiben treu in der Nachfolge und gehen freudig und zuversichtlich Schritt für Schritt dem Ziel unseres Glaubens entgegen.

Herzlichst<br/> Ihr

Richard Fehr

 

 

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