Wort zum Monat

"... daß ich euch gebe die gewissen Gnaden Davids."

Mai 1997

Im Laufe der Jahre ergeben sich im Leben eines Menschen viele wichtige Ereignisse, Höhen und Tiefen, markante Punkte, denkwürdige Erlebnisse. Die Frage erhebt sich dabei: Was ist wohl in allen diesen Begebenheiten das Wichtigste?

Für mich heißt die Antwort auf diese Frage: Über allen Dingen und allem Geschehen ist und bleibt die göttliche Gnade das Allergrößte!

Alle Menschen leben von der Gnade, viele geben sich darüber keine Rechenschaft oder wissen es gar nicht. Wir lesen in der Heiligen Schrift, daß der Herr nach der Sintflut Noah segnete und die bedeutungsvollen Worte sprach: "Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht" (1. Mose 8, 22). Damit hat Gott die erforderlichen Grundlagen für die Lebensbedingungen der Menschen auf Erden gesichert - und das ist Gnade!

Nun gehe ich noch einen Schritt weiter und begebe mich auf die Ebene des Geistes. Der Herr verhieß durch den Propheten Jesaja: "... daß ich euch gebe die gewissen Gnaden Davids." Dabei wies er auf den kommenden Erlöser hin, der in direkter Linie aus Davids Nachkommen hervorging. Mit dem Wirken Jesu Christi auf Erden begann die goldene Gnadenzeit, und in diese Zeit hinein hat der Sohn Gottes den Menschen ein großartiges Geschenk des Himmels gegeben: Die gewissen Gnaden, die sich in den heiligen Sakramenten der Kirche offenbaren, die heute durch Apostel auf der ganzen Erde gespendet werden.

Die Gewißheit: Ich bin getauft und mit dem Heiligen Geist versiegelt und dadurch Gottes ewiges Eigentum und Erbe seiner Herrlichkeit ist für mich eine unermeßliche Gnade. Die Gewißheit, daß mir immer wieder die Sünden vergeben werden, ist ein Stück Gnade. Ich will täglich unter dieser wunderbaren Decke göttlicher Gnaden bleiben! Damit lebe ich in der lebendigen Hoffnung, daß der treue Gott mich auch einst in Gnaden annehmen wird.

Herzlichst,<br/> Ihr

Richard Fehr

 

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