Wort zum Monat

Triumph der Liebe Gottes

April 1997

Karfreitag, Ostern und Himmelfahrt - diese drei Ereignisse sind nicht voneinander zu trennen. Auf Karfreitagsleiden folgt Osterfreude und nur, wo sich das Auferstehungsleben regt, kann man auch Himmelfahrt feiern. Die Kraft zum Durchleben eines Karfreitages, auch in unseren Tagen, liegt im starken, weltüberwindenden Glauben. Denn der Glaube ist imstande, Opfer zu bringen. Im Auferstehungsleben manifestiert sich die Hoffnung, und in der Himmelfahrt triumphiert die Liebe Gottes.

Glaube, Hoffnung, Liebe! Als der Herr Jesus auf dem Berg verklärt wurde, nahm er Petrus, Jakobus und Johannes mit, die drei Jünger, die in ihrem Wesen Glaube, Hoffnung und Liebe verkörperten. Auf dem Berg traten noch Mose und Elia hinzu, die Repräsentanten der unerschütterlichen Treue und des göttlichen Feuereifers. Wie bei der Taufe Jesu am Jordan wurde auch diesmal die Stimme vom Himmel hörbar: "Dies ist mein lieber Sohn, an welchem ich Wohlgefallen habe."

Auf diese Geschehnisse bezog sich die Stimme vom Himmel, nachdem der Herr Jesus in den Tagen vor Karfreitag den Vater gebeten hatte "Verkläre deinen Namen." Sie verkündigte: "Ich habe ihn verklärt und will ihn abermals verklären." Wann erfüllte sich diese Verheißung? Bei der Auferstehung an Ostern und bei der Himmelfahrt. Da wurde der Sohn Gottes auf endgültige Weise verklärt. Doch zuvor mußte er durch Stunden, die ihm nicht gefielen. Darum sagte er: "Jetzt ist meine Seele betrübt. Und was soll ich sagen? Vater, hilf mir aus dieser Stunde!"

Auch wir müssen manches durchleben, was uns nicht gefällt: Krankheiten, Anfeindungen, Ungerechtigkeiten, Sorgen und Lasten. Dann können wir ebenfalls sagen: "Jetzt ist meine Seele betrübt" und bitten "Vater, hilf mir aus dieser Stunde." Sehen wir aber in allem immer wieder die gestaltende und waltende Hand Gottes und erkennen, daß solche Stunden zu unserer Läuterung dienen, uns zu mehr Tiefgang im Glauben verhelfen.

Dann hilft uns der Glaube durch den "Karfreitag", dann kommen wir in die Osterfreude, und in dieser lebendigen Hoffnung erleben wir den Triumph der göttlichen Liebe: Himmelfahrt!

Herzlichst,<br/> Ihr

Richard Fehr